(openPR) Auch für meinen Beruf könnten meine Initialen RR stehen: Reisen und Reden. Reisen – zu meinen Vorträgen und Veranstaltungen. Reden – immer über ein Thema: Wie komme ich zu neuen Kunden? Dabei treffe ich viele interessante Menschen, Leistungsträger unserer Gesellschaft, große Stars und „kleine Sternchen“. Wer mich in der persönlichen Begegnung besonders beeindruckte – und warum – lesen Sie hier.
Sonntag, 13.03.2011, München
Lieber Herr Dr. Georg Kofler,
unser Gespräch vor zwei Jahren habe ich wohl erst jetzt so richtig verstanden. Damals hatten Sie bereits mit Premiere einen fulminanten Auf-, aber auch Abstieg demonstriert. Aktuell haben Sie für ein vor wenigen Monaten noch groß angekündigtes Projekt Ihrer eigenen Firmengruppe das Aus verkündet. Und jetzt? Wahrscheinlich werden wieder einmal viele mit dem Finger auf sie zeigen: Der Kofler baut Unternehmen erst auf und zerstört sie dann. Der Kofler pokert zu hoch. Der Kofler . . .
Man kann es auch anders sehen: Die Kraft der kreativen Zerstörung – unter Bezugnahme auf das Schumpeter’sche Konzept vom Wesen des Kapitalismus – sei Ihr Motto, sagten Sie mir seinerzeit. Und was dies für Ihr spielerisches Verständnis von Erfolg und Misserfolg bedeute. Dazu braucht es Mut! Mut als zentrale unternehmerische Eigenschaft, schon, um andere ermutigen zu können. Unternehmen heißt für Sie, etwas zu unternehmen. Viele Pferde ins Rennen zu schicken und dann zu sehen, welches das Rennen macht. Dabei wetten Sie immer auf den Erfolg, ob Sie nun ein Buch herausgeben oder einen Sender leiten. Sie sähen, so sagten Sie mir, deshalb die unternehmerische Lebensweise bis zu einem bestimmten Grad auch als spielerische Lebensweise, und das reize Sie. Oberflächlich betrachtet sieht das nach unternehmerischem Harakiri aus. Weit gefehlt! Sie sprachen nämlich auch vom richtigen Timing, der richtigen Dosierung, und der Zeit für Überlegungen, die Sie sich nähmen, um Irrtümer zu vermeiden.
Erfolg ist deshalb für Sie lediglich ein Schlüssel zur Freiheit, zur Autonomie … und bedeutet: die Chips selber wählen zu können, mit denen man spielt – und niemals etwas nur um des Geldes willens zu tun. Und das alles ohne die sattsam bekannte Vollkasko-Mentalität. Verstanden!
Herzlichst, Ihr
Roger Rankel











