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Geld und Unsicherheit sind in Zukunft gekoppelt

Bild: Geld und Unsicherheit sind in Zukunft gekoppelt
Prof. Wolfgang Gerke im Vortrag bei der Staufen AG
Prof. Wolfgang Gerke im Vortrag bei der Staufen AG

(openPR) Weltwirtschaftsexperte Prof. Wolfgang Gerke im Vortrag bei der Staufen AG

Die Zeiten der Vereinbarkeit von Geld und Sicherheit sind endgültig vorbei: Sicheres Geld wird es laut Prof. Wolfgang Gerke, international anerkannter Experte für Fragen der Weltwirtschaft, nicht mehr geben. In seinem Vortrag bei der Staufen AG im Rahmen der Reihe „Mangement. Idee und Gestalt“ prognostizierte er vor über 80 Teilnehmern Unsicherheit sowohl in der Geldwertstabilität als auch in den Märkten. Inflationsquoten von über zwei Prozent und immer schneller aufeinander folgende Finanz- und Wirtschaftskrisen seien wahrscheinlich. Er benennt vielfältige Gründe dafür: Der Umgang mit dem demographischen Wandel, die Politik bezüglich der EU-Krise, die Rahmenbedingungen der Finanzmärkte sowie der Druck aus Emerging Markets wie China oder Indien. Diese Faktoren seien bei zukünftigen Geldanlagen, Alterversorgungsvereinbarungen sowie Investitions- und Finanzierungsvorhaben zu berücksichtigen. Er rät dazu, den aktuellen (Lebens-)Standard als Referenzpunkt heranzuziehen und die Anlageform zu wählen, die diesen auch in der Zukunft sichert. Ob man nominal den gleichen Betrag wiederbekommt, dürfe zukünftig weniger wichtig sein – die optimale Empfehlung gäbe es aber nicht. Sein Tipp: Investitionen in selbstgenutzte Immobilien.

Auch beim „Häusle-Bauen“ solle man jedoch, ebenso wie bei der Strukturierung von Unternehmen, die zukünftigen Anforderungen schon jetzt bedenken. „Hier spielen Energiethemen ebenso eine Rolle wie der demographische Wandel. Rollstuhlrampe. Lift etc. sollten beim Bau berücksichtigt werden“, meint Gerke. Für die Gesamtwirtschaft leitet Gerke aus der Alterung der Gesellschaft nicht nur eine durchschnittliche Wachstumsbremse von 1,4 Prozent im Jahr ab. Die Belastung der Löhne durch steigende Rentenabgaben mache Deutschland zudem unattraktiv für Talente aus dem Ausland. Die einhergehende Abnahme der Bevölkerungszahl sorge in Kombination mit der hohen Staatsverschuldung für weitere Probleme: „Diese liegt in Deutschland aktuell bei zwei Billionen Euro – bei 81 Millionen Einwohnern. 2050 werden es nur noch 70 Millionen sein. Wie soll die nächste Generation die Zinslast tragen, die Schulden tilgen und gleichzeitig noch die Renten finanzieren?“ Um das Problem zu lösen, sind radikale Änderungen im Rentensystem nötig. „Allerdings wird es keinen Politiker geben, der diese auch nur ansprechen wird – schließlich will er wiedergewählt werden“, prognostiziert Gerke. „Es wird weiterhin die geringfügigen Änderungen geben, die wir bereits jetzt erleben, und wir verschieben das Problem auf der Zeitachse. Die Inflation kommt dabei einer Umverteilung gleich, da wir das heute eingezahlte 'wertvolle' Geld in der Zukunft durch wertloseres zurückzahlen.“

Der zweite Faktor der Unsicherheit sind die Finanzmärkte. „Der Handel wird immer schneller, hier zählen inzwischen Sekunden“, erklärt Gerke. „Zudem steigt die Automatisierung auf Basis einer einheitlichen Kapitalmarkttheorie und einheitlicher Benchmarks.“ Das habe zur Folge, dass das Herdenverhalten zunimmt. „Bei allen springt das ‚Bewertungslämpchen’ gleichzeitig auf Grün – und alle verfallen gleichzeitig in Euphorie.“ Die Ausschläge, die die Märkte erleben, werden daher immer größer. Laut Gerke sei das auch in Ordnung. „Unfair wird es erst, wenn die Verursacher von Krisen die Lasten auf den Steuerzahler abwälzen, indem sie den Staat zum vermeintlich nötigen Handeln zwingen.“ Das sei in der letzten Krise geschehen und zeige sich deutlich in den Rettungstransfers innerhalb Europas. Tatsächlich habe man nicht Griechenland gerettet, sondern die Banken, die griechische Staatsanleihen besitzen. „Griechenland hat nach der Aufnahme in die Eurozone viel billiges Geld ohne die erforderliche Bonität bekommen – das ist nicht die Schuld der Griechen.“ Statt EU-Hilfen zu gewähren, hätte Gerke es für sinnvoller gehalten, Griechenland zu restrukturieren und „wie einen Mittelständler in die Insolvenz zu schicken.“ Auch eine Euro-Auszeit wäre denkbar gewesen. „Ich bin mir sicher, dass das Land daraus gestärkt hervorgegangen wäre. Durch die Hilfen verschieben wir das Problem wieder nur in die Zukunft, ohne es zu lösen.“

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