(openPR) Girls' Day 2011 beim Premium-Bäckerei-Maschinenhersteller FRITSCH GmbH
Mit diesem erfrischenden Zitat eröffnete die stellvertretende Geschäftsführerin der FRITSCH GmbH, Regine Begatik, den Girls’ Day 2011 in Markt Einerheim. In diesem großen Format gab es den "Zukunftstag für Mädchen" dieses Jahr zum ersten Mal bei der Firma FRITSCH. Echtes Format bewiesen auch die „Girls“, die sich allesamt genauso engagiert wie technisch begabt gezeigt haben.
Insgesamt nahmen 15 Schülerinnen der 9. Klasse die Chance bei FRITSCH wahr und schnupperten in technische Berufe. Drei der Kandidatinnen entschieden sich für den Beruf der Technischen Zeichnerin. Fünf der Mädchen waren ihrem Talent als Industriemechanikerinnen auf der Spur. Und acht Schülerinnen tauchten in die Welt der Mechatronik und Elektronik ein. Der Beruf „Mechatroniker/in“ ist die Verschmelzung von Mechaniker und Elektroniker. Der Tag war, nach Aussage der Mädchen „echt klasse“ und hat dafür gesorgt, dass einige Vorurteile über technische Berufe aus der Welt geschafft werden konnten.
Nach einer ausführlichen Betriebsbesichtigung in Markt Einersheim mit Frühstückspause, begaben sich die jungen Damen an ihre technischen Arbeitsplätze „auf Probe“.
In der Abteilung Werkzeugbau haben die Mädchen an fünf Montageplätzen, im Rotationsverfahren, Druckfederelemente montiert. An einem Platz mussten sie Buchsen einpressen, an einem anderen wurden Teile miteinander verstiftet. Anschließend haben sie die Teile geschickt miteinander verschraubt. Mit dem Ergebnis, einem fertigen Druckfederelement, war der Leiter des Werkzeugbaus und Azubi-Ausbilder, absolut zufrieden. Als Kür bauten die Girls nach einem Schaltplan erfolgreich eine pneumatische Schaltung auf.
Die meisten der jungen Teilnehmerinnen waren sehr erstaunt wie enorm wenig Frauen in den technischen Abteilungen zu finden waren.
Das änderte sich am FRITSCH Girls’ Day schnell. Die jungen Damen brachten frischen weiblichen Wind in die Abteilungen. Die sieben „angehenden“ Mechatronikerinnen und Elektronikerinnen fertigten mit den Azubis Tom Pettkus und Patrick Uhl das Spiel „der heiße Draht“. Dazu löteten sie verschiedene Bauteile, die sie anschließend richtig miteinander verdrahten mussten. Das Ziel des Spieles bestand darin, mit einer Drahtschlinge so am gebogenen Draht entlangzufahren, dass dieser nicht berührt wird und dann Alarm auslöst. Also so eine Art Mikado für Erwachsene.
Mit dem Leiter der Konstruktion, Michael Kruse, erstellten die Mädchen Zeichnungen am CAD (Computer Aided Design). Er erklärte ihnen wie sie Bauteile am CAD Arbeitsplatz nachzeichnen können. Konzentriert zeichneten sie die Vorlagen ab. Anhand der Auswertung des Feedbackbogens konnte FRITSCH feststellen, dass 93% der Girls an einem Praktikum im technischen Bereich interessiert sind.
Der Feedbackfragebogen gab noch mehr spannende Antworten: so können sich 80% der Teilnehmerinnen gut vorstellen einen technischen Beruf zu erlernen. Und alle haben einstimmig angegeben, dass sie den Girls’ Day bei FRITSCH auf jeden Fall ihren Freundinnen empfehlen würden.
Die Firma FRITSCH hat sich bewusst 2011 für den Girls’ Day im großen Stil entschieden, um bei den jungen Frauen die Begeisterung für technische Berufe zu wecken. „Ich finde es klasse, dass ich jetzt weiß, was alles dahintersteckt, um so eine große Maschine zu bauen. Ich habe mir vorher keine Gedanken gemacht, wie zum Beispiel die Maschine entsteht, die mein Brötchen herstellt. Das ist echt faszinierend“, sagte eines der Mädchen in der abschließenden Feedbackrunde im FRITSCH TECHNOLOGIE CENTER (FTC).
Der Tenor der Teilnehmerinnen war, dass sie gerne alle drei technischen Abteilungen durchlaufen hätten. „Wir werden für nächstes Jahr nach einer Lösung suchen, die das praktikabel macht“, erklärte Georgi Zauter, der technische Leiter. „Ich freue mich sehr, dass die Mädchen uns so viel Interesse entgegen gebracht haben“, so Zauter weiter.
Nachdem die Nachfrage nach Praktika so enorm war, hat der Personalleiter von FRITSCH, Hans Reinhard, den engagierten „Girls“ angeboten, sie können sich jederzeit gerne für ein technisches Praktikum bewerben. Erst so könne man für sich selbst testen, ob einem der Beruf langfristig Spaß machen könnte. Und die Freude an der Arbeit sei ein ganz wesentlicher Faktor für späteren Erfolg. Jedenfalls ist man bei FRITSCH sehr optimistisch und freut sich auf viele weibliche Bewerbungen für Praktika und Ausbildungsberufe in der Technik.
Die Besichtung des FRITSCH TECHNOLOGIE CENTER (FTC) am Nachmittag hat die Mädchen besonders beeindruckt. Das FTC ist ein hervorragend ausgestatteter Produktionsstandort zur Backwarenherstellung. Auf einer Gesamtfläche von 3.000 m²! Dort arbeiten auch viele Spezialmaschinen, wie beispielsweise eine Pizzaanlage und die international bekannte vollautomatische Brezelanlage MULTITWIST. Am Girls’ Day war das Naschen selbstverständlich inklusive.
Laut dem statistischen Bundesamt, entscheiden sich Mädchen trotz der besseren Schulabschlüsse noch immer überproportional häufig für "typisch weibliche" Berufsfelder oder Studienfächer. Mehr als die Hälfte der Mädchen wählt aus nur zehn verschiedenen Ausbildungsberufen im dualen System – kein naturwissenschaftlich-technischer ist darunter. Mädchen und junge Frauen in Deutschland schöpfen ihre Berufsmöglichkeiten nicht voll aus; den Betrieben aber fehlt gerade in den technischen und techniknahen Bereichen zunehmend qualifizierter Nachwuchs.











