(openPR) UFOs werden in unserer Gesellschaft im Allgemeinen nicht als das gesehen, was sie definitionsgemäß eigentlich sind: nämlich "unidentifizierte Flugobjekte". Aufgrund der allgemein geringen Kenntnisse unserer Gesellschaft über diese Phänomene und ihrer historischen Entwicklung werden sie sehr oft mit "kleinen grünen Männchen in ihren fliegenden Untertassen" gleichgesetzt. Und diejenigen Personen, die sich ernsthaft mit dem UFO-Phänomen beschäftigen, werden häufig ins Lächerliche gezogen oder als "Spinner" betrachtet.
Dabei drohen von den in den vergangenen Jahren mit am häufigsten gemeldeten "UFO-Erscheinungen", den sogenannten „Himmelslaternen“, ganz konkrete Gefahren. Es handelt sich bei diesen Objekten um Miniheißluftballons, die (ursprünglich aus Asien kommend), mit offener Flamme bei Partys und anderen Gelegenheiten z.T. in großer Zahl aufsteigen gelassen werden. Da sie sich dann der Kontrolle entziehen und nur noch vom Wind gesteuert werden, stellen sie besonders in Trockenperioden wie jetzt eine erhöhte Wald-, Wiesen- und Gebäudebrandgefahr dar.
Obwohl sie vielerorts verboten sind, werden sie zur Gaudi immer noch verwendet und sind nicht selten die Ursache für UFO-Meldungen bei der Polizei. In diesem Fall erhebt sich die Frage, wie die Polizei mit UFO-Meldungen allgemein verfährt. Ermittelt sie bei solchen Meldungen, um ggf. die Verursacher derartiger UFOs festzustellen, um sie wegen des Verstoßes gegen Verbote und der leichtsinnigen Brandgefährdung zur Rechenschaft zu ziehen? Wäre sie aufgrund ihrer Ausbildung überhaupt in der Lage, solche UFOs von den anderen UFO-Meldungen fachgerecht zu unterscheiden? Oder denken die Beamten, wenn ein Zeuge das Wort „UFO“ in den Mund nimmt, gleich an "Spinner" und gehen auch aufgrund ihres ständigen Personalmangels der Sache erst gar nicht nach?
Im anglo-amerikanischen Raum hat man wegen des lächerlichen Beigeschmacks des Wortes "UFO" bereits einen neuen Begriff eingeführt: "UAP" (unidentified aereal phenomena – unidentifizierte Luftraum-Phänomene). Damit werden Fachleute nicht mehr als "Spinner" bezeichnet, wenn sie sich um die Aufklärung von Phänomenen im Luftraum bemühen, die auch die Flugsicherheit gefährden könnten und einigen Meldungen von Piloten zufolge auch schon gefährdet haben. Sollte man also der Aufklärung unbekannter Phänomene im Luftraum schon aus Sicherheitsgründen bei den Behörden mehr Aufmerksamkeit schenken, auch wenn unsere Gesellschaft das meistens noch mit Lächerlichkeit und "Spinnerei" assoziiert?












