(openPR) Land Niedersachsen und Kulturstiftung der Länder fördern Ankauf der Ringsammlung des ersten Königs von Hannover, Ernst August I.
Dank der großzügigen Unterstützung des Landes Niedersachsen und der Kulturstiftung der Länder konnte das Herzog Anton Ulrich-Museum 12 Ringe von König Ernst August I. von Hannover für seine Sammlungen erwerben. Die Ringsammlung des Königs, die Ende 2010 im Kunsthandel auftauchte, umfasste ursprünglich 21 Ringe. Als das Herzog Anton Ulrich-Museum von einem privaten Sammler auf die Stücke hingewiesen wurde, waren noch 12 Ringe vorhanden. Drei weitere Ringe befinden sich in Händen eines Privatsammlers, der sie dem Museum in Zukunft für Ausstellungszwecke zur Verfügung stellen wird. Immerhin 15 der 21 Ringe können somit für Zwecke der musealen Präsentation gesichert werden.
„Der Ankauf der Ringe aus der Zeit von Ernst August I. ist ein besonderer Glücksfall für Niedersachsen“, erklärt die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Professor Dr. Johanna Wanka, und betont, dass die Ringsammlung im Herzog Anton Ulrich- Museum nicht nur einen dauerhaften Präsentationsort finden wird, sondern durch den zügigen Ankauf auch ein wichtiger Teil des Kulturgutes für Niedersachsen gesichert werden konnte. Mit Blick auf das Jahr 2014 und die große Landesaustellung zum 300-jährigen Jubiläum der Personalunion zwischen Hannover und Großbritannien stellt Ministerin Wanka in Aussicht: „Die Ringe belegen die historisch herrausragende Verbindung beider Länder und sind als Zeugen jener Epoche fest für die Landesaustellung gesetzt.“
Dr. Martin Hoernes, stellvertretender Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder, sagt dazu: "Die Kulturstiftung der Länder begrüßt, dass es nun gelang, diese einzigartige Ringsammlung nahezu komplett zu erhalten. Sie hat im Herzog Anton Ulrich-Museum in Braunschweig ihren idealen Standort gefunden."
Die kostbaren Ringe, die in einer eigens angefertigten Mahagoni-Schatulle mit Kristallglasdeckel aufbewahrt werden, wurden von der Kunsthandlung S. J. Philipps, London direkt aus dem Besitz des Prinzen von Hannover erworben. Bei den 12 Ringen, die für die Sammlung des Museums angekauft wurden, handelt es sich hauptsächlich um Objekte mit Porträts enger Verwandter Ernst Augusts I. und heraldischen Symbolen seines
Adelsgeschlechts. Die Zusammenstellung der Ringe lässt erkennen, dass es sich nicht nur um rein dekorative Schmuckstücke eines kunstsinnigen Königs handelt. Die Motive verweisen auf den herzoglichen und später auch königlichen Rang ihres Besitzers. Als Zeugnisse politischer, dynastischer und höfischer Ansprüche sind sie historisch und künstlerisch bedeutende Dokumente für das ehemalige Königreich Hannover und das heutige Land Niedersachsen.
Das Herzog Anton Ulrich-Museum verfügt bereits über einen kleinen Bestand von Pretiosen englischer Provenienz, der im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts in das Museum gelangte.
Darunter befindet sich unter anderem auch ein Siegelring Maria Stuarts. „Der Ankauf der Ringe für das Herzog Anton Ulrich-Museum als Landessammlung für nationale Kulturgüter stellt eine sinnvolle Erweiterung der Bestände dar“, betont Ministerin Prof. Dr. Wanka.
Die Ringe werden im Jahr 2012 in einer Sonderausstellung in der Burg Dankwarderode erstmals den Besuchern vorgestellt. Nach der Neueröffnung des Herzog Anton Ulrich-Museums werden sie in der neu eingerichteten „Schatzkammer“ des Museums präsentiert.






