(openPR) „Libelle findet letzte Ruhe auf der BUGA!“ So könnte die reißerische Schlagzeile lauten für die unspektakuläre Premiere, die vor kurzem auf dem BUGA-Gelände in Koblenz stattfand. Im Ausstellungsteil „Grabgestaltung und Denkmal“ bauten Kinder unter pädagogischer Anleitung den ersten Insektenfriedhof auf einer Bundesgartenschau.
Unter sachkundiger Leitung der beiden Pädagoginnen Manuela Wenz und Birgit Mattern aus Dortmund entstand ein Mini-Friedhof für die kleinsten Geschöpfe. Gearbeitet wurde mit viel Naturmaterialien und Pflanzen. In Anlehnung an die Kreise von Andy Goldsworthy, einem der wichtigsten Naturkünstler unserer Zeit, präsentiert sich die Anlage auf der BUGA rund um einen Baum direkt neben dem Infopavillon der Friedhofsgärtner. Die ersten beiden Insekten fanden auch schon ihre letzte Ruhe: Beerdigt wurden eine Libelle und eine Biene.
Der Insektenfriedhof ist jedoch längst nicht nur Schauobjekt, sondern dient im Rahmen des „Bunten Klassenzimmers“ der BUGA der praktischen Annäherung an das Thema Tod und Beerdigung. Grundschulklassen haben bei den Friedhofsgärtnern und Steinmetzen die Gelegenheit, sich mit der Symbolik von Pflanzen und Grabmalen auseinanderzusetzen, sich an der Arbeit mit Steinen zu versuchen und eben im Insektenfriedhof kleine Tiere zu beerdigen.
„Viele lächeln über unsere Aktivitäten. Dabei haben sie einen ganz wichtigen Hintergrund. Wir Menschen müssen schon früh erfahren und lernen, was wir als Erwachsene begreifen wollen: Der Tod gehört zum Leben. Und wie alles lernen Kinder dies am besten in der spielerischen Auseinandersetzung mit dem Thema“, erklärt Andreas Mäsing, Vorsitzender des Vereins zur Förderung der deutschen Friedhofskultur e.V. Der Verein ist gemeinsam mit dem Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF) im Zentralverband Gartenbau e.V. Initiator der Aktion.
Auch der BdF-Vorsitzende Lüder Nobbmann freut sich über das gelungene Projekt: „Wir wollen auf der BUGA alle Generationen ansprechen. Dieses Mal ist es uns zum ersten Mal gelungen, auch die Kleinsten an die Thematik heranzuführen. Die Kinder sind begeistert von der Idee und das zeigt, wie offen und zugleich ernsthaft sie mit dem Thema Tod umgehen. Dabei wird deutlich, wie wichtig die Symbolkraft eines Grabes für alle Geschöpfe ist.“
Kontakte für weitere Informationen:
Verein zur Förderung der deutschen Friedhofskultur e. V.
Vorsitzender: Andreas Mäsing
Robert-Koch-Straße 33
46325 Borken
Telefon: 01 60-2 57 89 30
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Internet:
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Bund deutscher Friedhofsgärtner e.V. (BdF)
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Kirsten Binder, Presse- und Öffentlichkeitsbeauftragte
Godesberger Allee 142-148
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Über das Unternehmen
Die beteiligten Institutionen:
Verein zur Förderung der deutschen Friedhofskultur e.V. (VFFK)
Der VFFK hat es sich zur Aufgabe gemacht, die traditionelle Bestattungs-, Friedhofs- und Erinnerungskultur zu pflegen und zu fördern. Unser Stand-punkt: Jeder Mensch hat ein Anrecht auf Gedenken und Erinnerung, so wie die Angehörigen ein Recht haben auf einen Ort für ihre Trauer an einer würdigen Grabstätte. Deshalb ist uns der tolerante Umgang mit unterschiedlichen Auffas-sungen von Tod und Trauer, seien sie individuell oder kulturell geprägt, besonders wichtig.
Der Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF)
Von den bundesweit rund 7.000 Gärtnereien, die auch friedhofsgärtnerische Leistungen anbieten, machen gut 2.200 einen Umsatz von über 50% mit der Friedhofsgärtnerei. Sie sind über die 16 Landesfachgruppen der einzelnen Gartenbau-Landesverbände im Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF) zusammengeschlossen. Gut 4.000 Friedhofsgärtnereien sind mittlerweile als Dauergrabpflege-Vertragsgärtner einer der regionalen Treuhandstellen für Dauergrabpflege oder als Mitglied einer der Friedhofsgärtner-Genossenschaften tätig. Die 24 bundesweit verteilten Friedhofsgärtner-Genossenschaften und Treuhandstellen für Dauergrabpflege sind wichtige Ansprechpartner für Friedhofsverwaltungen, Notare, Nachlasspfleger etc. Sie haben sich in der Arbeitsgemeinschaft Friedhofsgärtner-Genossenschaften und Treuhandstellen (ARGE) zusammengeschlossen und verwalten mittlerweile rund 250.000 Dauergrabpflegeverträge mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 16 Jahren. Das Ziel des Bundes deutscher Friedhofsgärtner ist in erster Linie die Sicherung der wirtschaftlichen Existenz seiner Mitgliedsbetriebe. Darüber hinaus soll im Interesse der Bevölkerung unsere über Jahrzehnte gewachsene Friedhofskultur erhalten werden, damit es auch zukünftig grüne, blühende Friedhöfe gibt, die der letzte Ruheort für die Toten und eine wichtige Begegnungsstätte für die Lebenden darstellen sowie insbesondere in Ballungsgebieten eine wichtige ökologische Funktion als Grünraum erfüllen.