(openPR) Celle, Juli 2005 - Schon der Verzehr von drei Portionen Vollkorn täglich mindert das Risiko an Darmkrebs zu erkranken um 30 bis 40 % (1, vgl. auch 2,3). Diese konkrete Zahl wurde nun auf der Konferenz „Whole Grains & Health: A Global Summit“, bestätigt, auf der vom 18.-20. Mai 2005 führende Ernährungswissenschaftler, Genetiker und Lebensmitteltechnologen zusammenkamen. Drei Portionen Vollkorn – das sind umgerechnet 48 g, die bereits in fünf Scheiben Knäckebrot stecken. Diese relativ geringe Menge birgt damit das Potenzial die Anzahl von 70.000 Menschen, die in Deutschland jährlich an Darmkrebs – der nach absoluten Zahlen häufigsten Krebsart – erkranken, entscheidend zu verringern.
Dass der Verzehr von Vollkornprodukten wie Knäckebrot eine erstaunlich positive Wirkung auf die Gesundheit hat und – mehr noch – sogar die Sterblichkeitsrate verringern helfen kann, skizzierte der Ernährungsexperte Gary Fulcher vom Department of Food Science der University of Manitoba im Vorfeld des Summit anhand einer 10-Jahres-Studie mit 38.000 Frauen: „Nicht überraschend zeigte sich bei den Probanden, die am meisten Vollkorn aßen, eine sehr signifikante Reduktion der Gesamtmortalitätsrate im Gegensatz zu der Gruppe, die am wenigsten Vollkorn verzehrte (4).“ Insgesamt hat Vollkorn einen Risiko mindernden Effekt auf Herzkreislauf-, Krebserkrankungen sowie Diabetes und bekämpft damit die häufigsten Todesursachen. Warum aber bietet Vollkorn diese essentiellen Vorteile? Die bisherige Antwort: Aufgrund der Komplexität der Mechanismen weiß man es noch nicht genau. Studienergebnisse weisen jedoch darauf hin, dass Vollkornprodukte u.a. aufgrund ihrer langsamen Energieausschüttung bei verlangsamter Verdauung von Vorteil für die Darmgesundheit sind. Im Gegensatz dazu wird aktuell davon ausgegangen, dass Produkte aus Auszugsmehl (Weißmehl) sogar Darmkrebs fördern können (5). Was aber genau zu diesen Wirkungen führt, ist noch nicht völlig geklärt.
Die Nährstoffkombination macht’s / Von Natur aus Vollkorn
Eine wichtige neue Erkenntnis in diesem Zusammenhang, die auf der Konferenz mehrfach betont wurde, ist: Das Geheimnis von Vollkorn steckt in der Vielfalt und in der Kombination der enthaltenen Nährstoffe. Mehr und mehr Untersuchungen zeigen, dass es nicht nur einzelne Nährstoffe sind, die von Nutzen sind. Vielmehr arbeiten verschiedene Nährstoffe, also Ballaststoffe genauso wie resistente Stärke, Mineralstoffe, Vitamine sowie Sekundäre Pflanzenstoffe zusammen – ziehen so zusagen gemeinsam an einem Gesundheitsstrang (6, 7).
Forschungsergebnisse weisen daher auch zunehmend darauf hin, dass insbesondere natürlichen Vollkornprodukten wie Knäckebrot eine immer größere Rolle bei der Gesunderhaltung zukommt. Denn es ist davon auszugehen, dass Produkte, die hauptsächlich aus Auszugsmehl gefertigt und denen einzelne Nährstoffe wie z.B. Ballaststoffe zugesetzt sind, nicht die gleichen positiven Wirkungen haben wie Vollkornprodukte. Umso erstrebenswerter ist es, Produkte zu wählen, die einen besonders hohen Vollkornanteil aufweisen. Eine Reihe von Knäckebroten (z.B. Wasa Break, Mjölk, Mehrkorn, Vollkorn und Runde Roggen Original) hat beispielsweise einen Getreideanteil von 100 % Vollkorn und legt damit das höchstmögliche Maß an gesundheitsfördernden Effekten des Korns in die Waagschale. Ver-gleicht man Knäckebrot bezüglich des Nährstoffgehalts mit anderen Brotsorten, wird schnell die Spitzenstellung der schwedischen Scheibe deutlich: Knäckebrot hat aufgrund des schonenden Herstellungsverfahrens nicht nur einen höheren Nährstoffgehalt als Weizen- sondern auch als andere Roggenvollkornbrote (pro 100 g z.B.: Ballaststoffe 14,6 g vs 7,41 g / 8,12 g, Kalzium 55 mg vs 31 mg / 37 mg, Eisen 4,7 mg vs 2 mg / 2mg, Zink 3,1 mg vs 1,5 mg / 1,5 mg, Vitamin B2 180 µg vs 150 µg / 150 µg, Folsäure 88 µg vs 29 µg / 14 µg) (8).
Knäckebrot wird traditionell aus vollem Roggenkorn gebacken, das von allen Getreidearten den höchsten Gehalt an Mineralstoffen und Ballaststoffen hat. Die besonders hohe und ausgewogene Nährstoff-konzentration ist vermutlich auch der Grund dafür, dass sich in einer Studie zur Darmgesundheit und metabolischen Gesundheit an 28 übergewichtigen Männern bei Roggenverzehr eine höhere Biomarkeraktivität im Darm zeigte als bei Weizenverzehr (5).
Quellen:
1 McIntosh G, Jacobs DR, “Cereal-Grain Foods, Fibers, and Cancer Prevention”, in “Whole-Grain Foods in Health and Disease”, Marquart L, Slavin J, Fulcher G, St. Paul, MN: American Association of Cereal Chemists, 2002: 201-232
2 Larsson SC, Giovannucci E, Bergkvist L, Wolk A, “Whole Grain Con-sumption and Risk of Colorectal Cancer: A Population-Based Cohort of 60,000 women”, British Journal of Cancer, Mai 2005; 92(9):1803-1807
3 Slattery M et al., “Plant Foods, Fiber, and Rectal Cancer”, American Journal of Clinical Nutrition, Februar 2004; Vol 79:2/274-291
4 Fulcher G, “What Don’t We Know About Cereals?”, Kommentar unter www.umanitoba.ca/afs/fiw/050310.html, 10. März 2005
5 McIntosh G et al., “Whole-Grain Rye and Wheat Foods and Markers of Bowel Health in Overweight Middle-Aged Men”, Ameri-can Journal of Clinical Nutrition, April 2003; 77(4):967-743
6 Slavin J, “Whole Grains and Human Health”, Nutrition Research Reviews, Mai 2004; Vol 17:99-110
7 McIntosh G, “Whole Grains in Obesity, Diabetes, Heart Disease and Cancers“, Abstract des Vortrags auf „Whole Grains & health: A Global Summit“, 18.-20. Mai 2005
8 Souci SW, Fachmann W, Kraut H, “Die Zusammensetzung der Lebensmittel”, Stuttgart: Medpharm, 2000
Über Wasa:
Wasa ist der weltweit größte Hersteller von Knäckebrot. Die meisten Wasa-Knäckebrote haben einen Getreideanteil von 100 % Vollkorn und leisten damit einen besonders großen Beitrag zur gesunden Ernährung. In über 40 Ländern werden insgesamt ca. 60.000 Tonnen Knäckebrot verkauft. Schweden ist das Land, in dem man am meisten Knäckebrot isst, ca. 4 kg pro Person und Jahr. Die größten Märkte außerhalb Schwedens für Wasa sind Deutschland, Norwegen und Dänemark dicht gefolgt von Polen, Niederlande, Frankreich und den USA. Aber Knäckebrot gibt es fast überall auf der Welt. Seit 1999 gehört Wasa zur Barilla Gruppe.
Weitere Informationen unter www.wasa.de











