(openPR) BB-Wertpapier-Verwaltung GmbH lädt zum 2. Augsburger Investmenttag. Eine große Besucherzahl lauscht Frank Steffen (Black Rock Investment Managers) und Prof. Norbert Walter (ehemaliger Chefvolkswirt der deutschen Bank). Die Experten erläutern, wie die Trends der nächsten Zeit für die Geldmärkte aussehen und worauf man achten sollte. Auch die Selbstwahrnehmung der eigenen Nation ist ein wichtiges Thema.
Großes Interesse seitens der Gäste
Am 08. April 2011 lud die BB Wertpapier-Verwaltung GmbH (Augsburg) unter der Leitung von Antonio Biondo (geschäftsführender Gesellschafter) zum 2. Investmenttag, der im Steigenberger Hotel Drei Mohren stattfand. Gekommen waren über 140 interessierte Personen, die sich die beiden Experten Frank Steffen (Black Rock Investments) und Prof. Norbert Walter (ehemaliger Chefvolkswirt der deutschen Bank), trotz des Biergartenwetters und eines gleichzeitig laufendem FCA-Spiels nicht entgehen lassen wollten.
Gold und Energie
Nach einem kurzen Einblick in die Firmengeschichte der BB-Wertpapier-Verwaltung und der Begrüßung durch Antonio Biondo, widmete sich Frank Steffen den Themen Gold und Energie. Steffen wies auf die Notwendigkeit hin, zwischen den Informationen seitens der Medien und den echten Trends unterscheiden zu können. Gut nachvollziehbar schilderte er, dass langfristige Trends bezüglich lukrativer Anlagemöglichkeiten dort zu suchen sind, wo sich auch die Bedürfnisse einer wachsenden Weltbevölkerung finden lassen: Agrar und Nahrungsmittel, Pharma und Gesundheit, Rohstoffe, Energie und erneuerbare Energien seien hierfür maßgebend. Vor allem der Verbrauch von Erdöl werde nach wie vor hoch bleiben, selbst wenn die Katastrophe in Japan die Nachfrage nach erneuerbaren Energien kurzfristig erhöhen werde. Doch eine schnelle Umstellung wäre hier gar nicht möglich, so Steffen.
Globale Ansichten: Weltwirtschaft und Weltpolitik
Den Informationen von Frank Steffen, folgten die Ansichten und Erkenntnisse des Experten Prof. Walter, der mit seinen Ausführungen nicht nur an berechenbaren Werten festhielt, sondern neben der Marktwirtschaft auch die Themen Moral und Ethik, aber auch Einstellung und Sichtweisen des deutschen Volkes teilweise mahnend beleuchtete.
Er sprach von der enttäuschten Abwendung der Deutschen von Aktien, die dazu führte, dass man Gefahr laufe, wichtige Trends schlichtweg zu verschlafen ebenso wie von der Exportstärke dieser Nation. Walter gab zu bedenken, dass „20 Milliarden Chinesen sich hätten abstrampeln müssen“, um Deutschland als Exportnation Nummer 1 ablösen zu können und gab zu bedenken, dass dies durchaus ein Umstand sei, auf den man auch stolz sein könne, wenn man die Summe der Einwohner von 60 Millionen mit 20 Milliarden vergleichen würde.
Schockstarre und Vorsprung durch Panik
Weiter führte der Experte aus, dass die richtigen Maßnahmen, die Deutschland in den letzten Jahren und Jahrzehnten ergriffen hätte, eher dem Zufall als der nüchternen Berechnung von Strategen zuzuschreiben waren und sprach davon, dass man aufgrund der eigenen Borniertheit, die starke Verwobenheit in die Weltwirtschaft nicht sehe. Aufgrund des mangelnden Vertrauens in die eigenen Fähigkeiten und Grundlagen würde man viel zu schnell alles versilbern, wenn Veränderungen drohten, was dazu führen würde und in der Vergangenheit auch geführt hätte, dass die Preise zusammenbrechen.
Die Konsummuffel und der Gefrierschrank
Walter lobte weiterhin die Abwrackprämie, die nicht nur dazu geführt hätte, dass die Automobilindustrie angekurbelt werden konnte, sondern auch aus umwelttechnischen Gründen durchaus positiv zu bewerten sei. Die Flaute, die die Zweifler im Nachgang der Abwrackprämie gesehen hätten, wäre zudem ausgeblieben.
Er sprach davon, dass im Normalfall ein deutscher Haushalt, geführt von den größten Konsummuffeln und eine sinnvolle Investitionsrechnung nicht zusammen gehen würden und machte dies am Beispiel von Gefrierschränken fest: Obwohl man nachrechnen könne, dass sich ein neuer Gefrierschrank binnen ca. 1,5 Jahren leicht amortisiert hätte, würden „die Deutschen“ an diesen festhalten, bis sie zusammenbrechen würden.
Der Euro – die echte Alternative zum Dollar
Auch der Euro hätte durchaus Erfolgspotential. Diese Währung als echte Alternative zum Dollar anzuerkennen, sei ein weiterer wichtiger Schritt auf einem erfolgsorientierten Weg. Doch ein bloses Umdenken bezüglich berechenbarer Investitionen allein, würde nicht reichen, sondern vielmehr wäre eine Umstellung in den eigenen Einstellungen notwendig. Walter wies eindrücklich darauf hin, dass wir seiner Meinung nach vor der Herausforderung stünden, das marktwirtschaftliche System auch in Zukunft rechtfertigen zu können und dass dies nur mit souveränen Persönlichkeiten möglich wäre, die nicht dann das Schiff verlassen würden, wenn sie am dringendsten gebraucht würden. Eltern sollte ihre Kinder dahin erziehen, dass diese sich für das Land und die eigene Politik interessieren und engagieren würden, nur so sei Demokratie auf Dauer haltbar.
Revolutionen die bevorstehen
Gegen Ende seines einstündigen Vortrags erklärte Walter, dass er der Meinung sei, dass uns heftige Revolutionen im Ausmaß von Glasnost und Perestroika bevorstünden, die allerdings aller Wahrscheinlichkeit nicht friedlich ablaufen würden. Dementsprechend hielt er es, auch im Hinblick auf die Weltwirtschaft für äußerst sinnvoll, sich der Stabilisierung des nahen Ostens und Nordafrika zu widmen.
Die anschließende Diskussion zeigte, dass er viele der Zuhörer und Zuhörerinnen zum Nachdenken bewegt hatte, wobei nicht alle seine Ansichten teilten.
Voller Erfolg
Die BB-Wertpapier-Verwaltung war mit dem Zulauf und dem Interesse der Gäste sehr zufrieden und so soll der Investmenttag zur festen jährlichen Institution in Augsburg werden.
Autor: Nadine Rebel, Rebel-Management-Training







