(openPR) „Die Weltwirtschaft vor der Krise war getrieben durch Spekula-tionsblasen und Ungleichgewichte, doch nun können wir auf ein wesentlich nachhaltigeres Wachstum hoffen“, erklärte Joachim Scheide vom Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) am Montag bei Det Norske Veritas (DNV) in Hamburg.
Hamburg, 28.05.2009. Im Rahmen der „Lectures on Global Economic Trends“ referierte Prof. Dr. Joachim Scheide, Leiter des IfW-Prognosezentrums, zur aktuellen Rezession und den Aussichten für die Weltwirtschaft. Dabei betonte er, dass dies keine normale Rezession sei – sie werde tiefer sein und länger dauern, da fast alle Länder der Welt betroffen seien. „Allerdings kommen wir durch die Krise zu der Erkenntnis, dass eine so rasant wachsende Weltwirtschaft irgendwann überhitzt und zusammenbricht“, ergänzt Scheide. „Und nun stehen die Zeichen auf ein zwar langsameres aber dafür nachhaltigeres Wachstum der Weltwirtschaft um 3%.“
DNV Country Manager Jörg Langkabel freute sich, einen so renommier-ten Gast begrüßen zu dürfen, denn „uns ist es sehr wichtig, stets die aktuellsten Analysen und Trends zu kennen, um unsere Kunden opti-mal beraten zu können.“
Staatliche Wirtschaftshilfen bewertete Joachim Scheide kritisch: „Wenn die hohen Budgetdefizite abgebaut werden sollen, muss der Staat spa-ren. Er kann keine neuen Ausgabenwünsche erfüllen. Wenn die Ausga-ben allerdings weiter steigen sollen, müssen die Steuern erhöht wer-den. Das wird wiederum das Wachstum dämpfen.“
Zuletzt stellte Prof. Scheide klar, dass es seiner Prognose nach voraus-sichtlich keine Deflation geben werde. Mittelfristig drohe jedoch eine Inflation, wenn es den Notenbanken nicht gelinge, das Geld, das sie in der Krise richtigerweise gedruckt haben, wieder einzusammeln.











