(openPR) Die Jusos Offenbach kritisieren den Bau eines neuen Braunkohlestaub-Kraftwerks auf dem Gelände des Allessa-Industriepark in Fechenheim scharf. „In Zeiten des Wechsels zu erneuerbaren Energieträgern, ist die Entscheidung mehr als Fragwürdig. Eine noch extremere Belästigung der Frankfurter sowie Offenbacher Bürger ist nicht hinnehmbar“, so der Juso-Vorsitzende Martin Wilhelm.
Politisch ist das Entstehen besonders interessant zu bewerten. Wie aus Presseartikeln bekannt wurde, war die Frankfurter Umweltdezernentin Rottmann (Grüne) bereits ab Januar 2011 über das Vorhaben informiert. Sie duldete dieses stillschweigend bis nach der hessischen Kommunalwahl. „Nach der Wahl versucht sie nun die unwissende Opferrolle zu spielen. Anstatt Versagen und Versäumnisse einzugestehen, wird jede Verantwortung von sich gewiesen“, so Juso-Vorsitzende Anna Kristina Tanev.
Die Grünen scheinen in Frankfurt große Probleme zu haben, zu ihrer Regierungsarbeit zu stehen. Wieso waren die Grünen nicht in der Lage für umweltfreundlichere Energiegewinnungen zu werben? Wieso muss ein Gas-Kraftwerk durch ein Braunkohlkraftwerk ersetzt werden?“ fragen sich die Jungsozialisten.
Keinen Aufschrei hätte es gegeben, wenn dort ein hochmodernes Gaskraftwerk errichtet worden wäre. Vielleicht schafft es die Grüne Dezernentin ja doch noch Bewegung in das Thema zu bringen. Die Hoffnung haben die Jusos noch nicht aufgegeben.
Es ist auf jeden Fall ein deutliches Zeichen an alle, welche Politik von einer Schwarz-Grünen Regierung zu erwarten ist.

