(openPR) Eine chronische Darmerkrankung
Etwa 200 von 100.000 Deutschen müssen im Schnitt 40 Mal am Tag die Toilette aufsuchen. Der Grund: Sie leiden unter Colitis ulcerosa, einer chronischen Darmerkrankung mit entzündlichen Geschwüren im Dickdarm. Sie ist damit dem überwiegend im Dünndarm anzutreffenden Morbus Crohn sehr ähnlich. Die Schleimhaut des Darms blutet leicht, weswegen es beim Patienten zu Krämpfen, Blut im Stuhl und starken Durchfällen kommt. Die Ursache der Erkrankung ist unbekannt, doch vermutet man, dass mehrere Gene in Kombination mit Ernährungsfehlern die Krankheit auslösen können.
Die Colitis ulcerosa beginnt üblicherweise am After, breitet sich von dort langsam aus. Die Krankheit verläuft schubweise mit teilweise beschwerdefreien Phasen. Bei schweren Schüben sind die Betroffenen oft bettlägerig und völlig kraftlos. Durch den Durchfall und die Medikamenteneinwirkung verlieren sie schnell an Gewicht, eine gesunde Nährstoffverarbeitung ist kaum möglich. Aber die Colitis ulcerosa führt nicht nur zu Schmerzen innerhalb des Körpers - auch außerhalb können Entzündungen auftreten. Daneben leiden die Patienten seelisch - der von der Krankheit ausgelöste Stress setzt ihnen zu und kann die Symptome noch verschlimmern. In schmerzfreien Phasen kann der Alltag ganz normal aussehen, doch viele haben dauerhafte Beschwerden. So wird der Alltag zur Qual, die Frage nach einer nahen Toilette allgegenwärtig.
Wer ist betroffen und was kann man tun?
Die Patienten sind meist zwischen 20 und 40 Jahren alt, doch auch Kinder können von der Krankheit befallen werden. Um den Patienten zu helfen, werden zunächst oral und rektal eingeführte Entzündungshemmer benutzt, dann Langzeittherapien angesetzt. Es besteht auch die Möglichkeit einer Operation, in der der Dickdarm entfernt und der Dünndarm zu einem Enddarm umgestaltet wird. Mit dieser Operation kann der Patient vollständig geheilt werden.
Wer bereits seit einem Jahrzehnt mit Colitis ulcerosa lebt, sollte sich einer jährlichen Darmspiegelung unterziehen, denn die Entzündung erhöht das Risiko einer Darmkrebserkrankung. Für betroffene Patienten ist außerdem eine spezielle Diät sinnvoll, die den Darm entlastet und eventuelle Mangelerscheinungen ausgleicht. Kalium, Natrium, Folsäure, Calcium und Eisen sind dabei die wichtigsten bewusst zuzuführenden Nährstoffe. Eine eiweiß- und ballaststoffhaltige Ernährung wird empfohlen. Besonders wichtig ist es, ausreichend zu trinken, da durch die Durchfälle sehr viel Flüssigkeit verloren geht. Unterstützend kann zudem das positiv auf den Darm einwirkende Lecithin oder das entzündungshemmende Naturheilmittel Myrrhe eingenommen werden.
Eine Anlaufstelle im Netz
Wie ein individueller Diätplan aussehen kann, muss jeder Patient individuell abklären. Eine gute Anlaufstelle für weitere Informationen zum Thema "Colitis ulcerosa" stellt die Webseite www.ernaehrungsportal.eu des Gesundheitsexperten Thilo Schleip dar. Hier bündeln sich geprüfte Informationen rund um Gesundheitsstörungen, die mit Ernährungsfaktoren einhergehen.







