(openPR) Kiel / Berlin, 19.09.2016 – Vom 24. September bis zum 23. Oktober findet bundesweit der Crohn & Colitis-Tag statt. In diesem Aktionszeitraum werden Arztpraxen, Krankenhäuser und Selbsthilfegruppen „hochaktiv“ sein und über die chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) informieren, um das Verständnis für die Erkrankungen in der Öffentlichkeit zu steigern.
Derzeit sind circa 400.000 Menschen in Deutschland von den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa betroffen. Die Krankheiten verlaufen schubweise, sind nicht heilbar und gehen mit zum Teil schweren Einbußen in der Lebensqualität der Betroffenen einher. Als Ursache gilt eine Kombination von Genen, Umweltfaktoren und einer Barrierestörung des Darmes.
Zum neunten Mal veranstalten die Deutsche Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung, DCCV, und das Kompetenznetz Darmerkrankungen den Crohn & Colitis-Tag. Während des Veranstaltungszeitraums engagieren sich bundesweit Selbsthilfegruppen und Ärzte mit Vorträgen, Diskussionsrunden und Infoständen dafür, Aufmerksamkeit für Morbus Crohn und Colitis ulcerosa zu erreichen und so der Tabuisierung der Krankheiten durch fundierte Informationen entgegen zu wirken.
In diesem Jahr steht die Themen „Freundschaft, Partnerschaft und Arbeitsalltag“ im Mittelpunkt. Informationen gibt es u.a. zu den Punkten:
• CED im Alltag: Im Darm rumort es, der Bauch schmerzt und die Toilette wird zum Zufluchtsort. Betroffene mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa leiden oft unter starken Beschwerden. Doch in der Vorstellungswelt vieler Menschen kommen chronische Krankheiten nicht vor. Trotzdem gibt es sie – und ein erfülltes Leben mit ihnen ist möglich.
• Psychosoziale Belastungen bei CED: Oftmals ziehen CED-Erkrankungen unterschiedlichste psychosoziale Belastungen und Einschränkungen nach sich. Neben ausgeprägten Verunsicherungs- und Schamgefühlen können sich aus unbearbeiteten Bindungs- und Beziehungsproblematiken im Familien-, Freundes- und Kollegenkreis psychische Folgeprobleme und soziale Einschränkungen entwickeln, die wiederum Krankheitsschübe begünstigen bzw. intensivieren können. Eine aktive Auseinandersetzung und Bearbeitung dieser als belastend erlebten Thematiken kann daher als mitunter herausfordernder, aber wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer gelingenden Krankheitsbewältigung gesehen werden.
• CED & Kinderwunsch: Bin ich wegen meiner CED unfruchtbar? Verschlechtert sich die CED in der Schwangerschaft oder hat sie einen ungünstigen Einfluss auf die Schwangerschaft?
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen beginnen häufig im jungen Erwachsenenalter und fallen damit in einen Zeitraum der Familienplanung. Es tauchen Fragen auf, die vorher nie diskutiert wurden. Generell gibt es keinen Grund auf Kinder zu verzichten. Die Erkrankung bringt jedoch einige Aspekte mit sich, die bei einem Kinderwunsch berücksichtigt werden sollten.
Um Unsicherheiten nicht entstehen zu lassen, erhalten Sie im Rahmen des Crohn & Colitis-Tages Informationen und Tipps für ein Leben mit CED in verschiedenen Lebenssituationen.
Weitere Informationen zum Crohn & Colitis-Tag sowie aktuelle Veranstaltungstermine finden Sie auf der Website www.crohn-colitis-tag.de.
Live-Übertragung Arzt-Patienten-Seminar im Internet
Am 24. September wird von 10.00 Uhr bis 14.30 Uhr ein Arzt-Patienten-Seminar live im Internet übertragen. Jeder Interessierte kann über die Website www.crohn-und-colitis-tag.de den Vorträgen von renommierten Referentinnen und Referenten folgen. Zum Themenspektrum gehören: neue Entwicklungen in der Therapie von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Ernährung, Chirurgie und Besonderheiten bei Kindern und Jugendlichen mit CED.



