(openPR) Selbsthilfe fördert Forschung nach neuen Wegen der Entzündungshemmung
Berlin/Dresden - Die bundesweite Selbsthilfeorganisation der von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) Betroffenen, die Deutsche Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung - DCCV - e.V., hat am Samstag, 16. September 2017, im Rahmen eines Arzt-Patienten-Seminars in Dresden das mit 25.000,- Euro dotierte „Hermann-Strauß-Forschungsstipendium der DCCV 2017“, gestiftet durch die Firma AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG, verliehen. Dr. med. Sebastian Zundler, Assistenzart an der Medizinischen Klinik 1 des Universitätsklinikums Erlangen, erhielt das Forschungsstipendium für sein Projekt: „Interleukin-3 und Tr1-Zellen in der Pathogenese chronisch entzündlicher Darmerkrankungen“.
Die DCCV engagiert sich seit 1992 vielfältig in der Forschungsförderung und verleiht aus eigenen und Fremdmitteln eine Reihe von Forschungsstipendien. Die Ausschreibung und Vergabe obliegt allein der DCCV und wird unabhängig vom Stifter durch die Gremien der Patientenorganisation durchgeführt.
Das Hermann-Strauß-Forschungsstipendium wird für Grundlagenforschung verliehen. Die komplexe Ursachenkombination der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen ist noch nicht erforscht. Die Therapie richtet sich deswegen in der Hauptsache gegen ein Symptom: die Entzündung. Die kann z. B. durch die Aktivierung oder Hemmung von Botenstoffen und entzündungsfördernden oder -hemmende Zellen verringert oder beendet werden.
Jeder Eingriff bedeutet aber auch eine Schwächung des Immunsystems. So stehen erwünschten Wirkungen immer unerwünschte Nebenwirkungen entgegen, zwischen denen bei der Therapieentscheidung abgewogen werden muss. Um bei schweren Nebenwirkungen oder Wirkverlust Alternativen zu den bereits vorahnende Wirkstoffen zu haben, wird eine Reihe von Mechanismen des Immunsystems im Hinblick auf eine Therapie der CED erforscht.
Der Stipendiat, Dr. med. Sebastian Zundler, beschäftigt sich mit dem Botenstoff Interleukin-3, seiner Wirkung auf entzündungshemmende Tr1-Zellen und deren Bedeutung bei CED. Über ein verbessertes Krankheitsverständnis und die Identifizierung neuer therapeutischer Ansätze kann es mit Hilfe der Ergebnisse zur Entwicklung neuer Behandlungsoptionen für Patienten mit CED kommen.
Das Arzt-Patienten-Seminar diente zugleich als Auftaktveranstaltung zum Crohn & Colitis-Tag 2017 von DCCV und Kompetenznetz Darmerkrankungen: Vom 16. September bis zum 15. Oktober stehen die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa bundesweit im Mittelpunkt von zahlreichen Vorträgen, Veranstaltungen und Infoständen. Mehr unter http://www.crohn-und-colitis-tag.de/





