(openPR) Häufig erkennen Ärzte die chronische Darmentzündung Morbus Crohn zunächst nicht. Kranke durchlaufen oft jahrelange diagnostische und therapeutische Irrwege und werden unter den Fehldiagnosen Blinddarmentzündung, Eileiterentzündung, Bauchfellentzündung oder Darmverschluss operiert, warnen Dres. Rainer Langsch und Eberhard Zillessen in ihrem Ratgeber "Morbus Crohn - Colitis ulcerosa" (jetzt in 6. aktualisierter und erweiterter Auflage erschienen).
Anfangs stehen beim Morbus Crohn zumeist Fieber, Bauchschmerzen und Gewichtsabnahme im Vordergrund; Durchfälle können ein Leitsymptom sein, müssen es aber nicht. Anfänglich ist zu über 50% das Dünndarmende befallen, in wenigen Fällen können auch höhere Dünndarmabschnitte, Magen und Speiseröhre beteiligt sein. "Die Entzündung ist in der Regel nicht zusammenhängend; entzündete Abschnitte wechseln sich mit entzündungsfreien ab.
Beim Morbus Crohn können die Schleimhautveränderungen unregelmäßig über den gesamten Magen-Darm-Trakt vom Mund bis zum After verteilt sein, finden sich aber vorwiegend im Dünn- und Dickdarm. Sie betreffen auch tiefere Schichten und führen deshalb zu tieferen Geschwüren, zu Verdickungen und Vernarbungen der Darmwand, in deren Folge Verengungen (Stenosen) auftreten können." Blutungen sind bei Morbus Crohn eher selten.
Da das letzte Dünndarmstück bei der Mehrheit der Betroffenen befallen ist, konzentriert sich die Diagnostik zunächst auf diesen Darmabschnitt. Oft ist seine schmerzhafte Verdickung im rechten Unterbauch tastbar. Die Ultraschalluntersuchung wird in diesem Zusammenhang immer wichtiger - v.a. bei der Suche nach Stenosen oder Fisteln. Die mikroskopische Untersuchung von Gewebeproben kann zwar krankheitstypische Veränderungen zeigen, lässt jedoch noch immer viele Fragen offen. Die Schleimhautveränderungen bei Morbus Crohn lassen sich oft nur schwer von bakteriellen oder Virus-bedingten Entzündungen unterscheiden. "Durch Blut-, Stuhl- und Gewebeuntersuchungen wird versucht, diese Krankheiten voneinander abzugrenzen.
Letztlich geben erst der Krankheitsverlauf (länger als sechs Monate) und das Auftreten typischer Veränderungen (Erkrankung zusätzlicher Darmabschnitte, Fisteln, Stenosen, Befunde von Operations-Präparaten) diagnostische Sicherheit ..."
Die Autoren des Ratgebers beantworten 222 Fragen von Betroffenen und Angehörigen - ebenso detailliert wie vollständig und allgemeinverständlich. Die sechste, aktualisierte Auflage bringt die LeserInnen auf den neusten Wissensstand zu Morbus Crohn und der verwandten Colitis ulcerosa. Das Buch bietet Betroffenen - in der Art eines Nachschlagewerks - einerseits die Möglichkeit, das Krankheitsgeschehen incl. Diagnostik und Therapie en detail zu verstehen; anderseits ermöglicht es den Patienten, das Leben mit der chronischen Darmentzündung optimal zu managen.
>> Rainer Langsch, Eberhard Zillessen: Morbus Crohn - Colitis ulcerosa. 222 Fragen und Antworten für Betroffene und ihre Angehörigen. 6. aktualisierte und erweiterte Auflage. Pabst 2016, 172 Seiten.
ISBN Paperback 978-3-95853-164-2 http://www.pabst-publishers.de/Medizin/buecher/9783958531642.htm
ISBN eBook 978-3-95853-164-2 http://www.ciando.com/ebook/bid-2121979-morbus-crohn-colitis-ulcerosa-222-fragen-und-antworten-f-r-betroffene-und-ihre-angeh-rigen.html?CFID=d2493128-a275-4033-8cf8-b301afc5a265&CFTOKEN=0&jsessionid=4A66425E84BF116D0884E37F5A09CCCF









