(openPR) Berlin, 04. April 2011
INTERPLAST Germany e.V. unterstützt auch in diesem Jahr ein ärztliches Hilfsprojekt in Paraguay: Vom 4. – 15. April 2011 betreut und operiert ein 14-köpfige Team aus Fachärzten für Plastische Chirurgie, Fachärzten für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Fachärzten für Anästhesie, OP-Schwestern und Physiotherapeuten unter der Leitung von Dr. Annett Kleinschmidt in Ciudad del Este Patienten mit schwersten Verbrennungswunden, Tumoren, chronischen Wunden oder angeborenen Anomalien an den Extremitäten oder im Gesicht.
Ciudad del Este ist mit ca. 274.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Paraguays und Hauptstadt des Departamentos Alto Parana. Rund 60% der Menschen hier sind laut Angaben des paraguayanischen Gesundheitsministeriums nicht krankenversichert – besonders für die in den umliegenden, sehr abgelegenen Regenwaldregionen lebenden Indios ist spezielle medizinische Versorgung nicht immer zeitnah verfügbar.
Im vergangenen Jahr wurden über 100 Patienten begutachtet, 26 konnten operiert werden. Aufgrund des hohen Bedarfs wurde der diesjährige Einsatz auf 12 Tage erweitert. Diesmal können zwei OP-Teams parallel arbeiten. Geplant ist, 250 Patienten zu begutachten und 100 Operationen durchzuführen.
Dr. Annett Kleinschmid und Dr. Horst Schuster aus Berlin haben dieses medizinische Hilfsprojekt 2010 ins Leben gerufen. Mit der ehrenamtlichen Unterstützung einer Projektmanagerin aus der freien Wirtschaft sowie tatkräftigem Engagement weiterer Helfer und Spenden von Sach- und Geldmitteln war es möglich, dieses auf Nachhaltigkeit angelegte Projekt fortzuführen. Ziel des Projekts ist nicht nur die akute Hilfe für Patienten sondern auch die Wissensvermittlung und weitere Qualifikation paraguayanischer Ärzte.
„Wir möchten den Menschen vor Ort Hilfe anbieten, die zum heutigen Zeitpunkt nicht alle im eigenen Land in dieser Form erhalten können”, sagt Dr. Annett Kleinschmidt über die Motivation, Hilfsprojekte in Dritte-Welt-Ländern zu konzipieren und zu realisieren. Dr. Horst Schuster ergänzt: „In Paraguay zeigt sich wieder einmal, dass Hilfe zur Selbsthilfe für die langfristige Verbesserung der medizinischen Versorgung in Dritte-Welt-Ländern ein wirksames Rezept ist.”
Das Projekt wird vor Ort unter anderem unterstützt von Dr. Edgar Gimenez Caballero, dem stellvertretenden Gesundheitsminister Paraguays, Dr. Roberto Melagrejo Palacios , dem Vorsitzenden der staatlichen Versicherungsgesellschaft für Kranken- und Sozialversicherung sowie Dr. Carlos Wattiez aus dem ortsansässigen Krankenhaus Hopital Distrital de Presidente Franco.






