(openPR) Wer sein Gewissen erleichtern möchte, kann dies künftig über eine Online-Auktiontun. Möglich macht dies der Medienverband der Evangelischen Kirche im Rheinlandmit einem neuartigen Online-Ablassbrief. Unter der Adresse ablass.medienverband.de haben Internetnutzer ab sofort eine Gelegenheit begangenes Unrecht und Fehltritte online zu bewältigen. „Die Angebotsform der Auktion kommt uns dabei sehr entgegen, weil jeder Nutzer, nach seinen individuellen Bedürfnissen bemessen kann, welchen Preis er für seine Buße zahlen möchte“, erklärt Dr. Lars Tutt, Geschäftsführer des Medienverbands. Für diejenigen Nutzer, die das Auktionsende der Ablassbriefe nicht abwarten möchten, wird eine Sofort-Kaufen-Option angeboten. Mit 49,99 Euro ist diese Option allerdings nicht ganz preiswert. Alle Erlöse kommen ausschließlich gemeinnützigen Einrichtungen der Kirche zu Gute. Mit dem innovativen Online-Angebot stellt sich der Medienverband der Tatsache, dass die Kirchen vor Ort bestimmte Zielgruppen kaum noch erreichen. Gerade in diesen kirchendistanzierten Zielgruppen ist aber der Bedarf für Buße-Leistungen besonders hoch.
Auf den ersten Blick mag es verwundern, dass gerade ein Unternehmen derevangelischen Kirche diesen Vorstoß wagt. Kritik an der ungewöhnlichen Initiative weist Geschäftsführer Tutt aber zurück: „Natürlich hat Luther sich gegen den Ablasshandel ausgesprochen. Das muss allerdings im Kontext seiner grundsätzlichen Kritik an der Kirche gesehen werden. Bei der jetzt vorgestellten Variante geht es nicht um die Bereicherung der Kirche auf Kosten armer Sünder, sondern darum, Menschen eine Chance zu eröffnen, sich mit dem Thema Buße auseinanderzusetzen und dies auch durch aktives Handeln zu untermauern.“ Auch hat sich die finanzielle Situation der Kirchen deutlich verschlechtert. Zunächst wird das Angebot nur sieben Tage online sein. Anschließend wird auf Basis der Resonanz über eine Fortführung entschieden.









