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Neurologische Rehabilitation neu gedacht

01.04.201109:17 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Neurologische Rehabilitation neu gedacht
Marlies Appel, Patientin des NRW Neurologischen Reha-Zentrums Wiesbaden, simuliert an der Wii-Spielkonsole einen Ski-Abfahrtslauf.
Marlies Appel, Patientin des NRW Neurologischen Reha-Zentrums Wiesbaden, simuliert an der Wii-Spielkonsole einen Ski-Abfahrtslauf.

(openPR) NRW Neurologisches Reha-Zentrum Wiesbaden setzt auf Motivation der Patienten durch moderne, computergestützte Therapiekonzepte

„Lachen hält gesund“, das ist eine alte Volksweisheit. Dass Spaß und Motivation Therapieerfolge verbessern und beschleunigen ist ebenfalls bekannt. Ihren Patienten dies zu vermitteln, war für das Therapeuten-Team des NRW Neurologischen Reha-Zentrums Wiesbaden seit jeher selbstverständlicher Bestandteil der therapeutischen Arbeit. Noch besser gelingt die Motivation der Patienten seit das interdisziplinäre Therapeuten-Team vor wenigen Monaten zwei moderne, computergestützte Therapiekonzepte einführte.



Spielend die Folgen eines Schlaganfalls bekämpfen?
Zahlreiche Nutzer setzen die Wii-Spielkonsole zu Hause ein, zum Freizeitvergnügen oder um sich „fit zu machen“. „Dass man die Wii auch für therapeutische Zwecke nutzen könnte, dachte ich schon, als ich meine Kinder einmal beim Spielen beobachtete. Meine Recherche ergab dann, dass dies in den Vereinigten Staaten bereits erfolgreich umgesetzt wird“, erklärt die Leitende Diplom-Sportlehrerin des NRW Neurologischen Reha-Zentrums Wiesbaden, Heike Hirsch. Ein Team von acht Therapeuten aller Fachbereiche ließ sich schulen und erarbeitete ein Therapiekonzept, zur Nutzung der Wii in Kleingruppen. Sechs Mal pro Woche „spielen“ Patienten inzwischen in Gruppen mit drei Teilnehmern am NRW. Verbessert wird damit, etwa nach einem Schlaganfall, die Augen-Hand-Koordination oder der Gleichgewichtssinn. Gerade ältere Patienten seien häufig zunächst skeptisch, hätten aber auch eine hohe Motivation, den Umgang zu erlernen, „manchmal auch um ihren Enkeln ein Schnippchen zu schlagen“, sagt die Sportlehrerin. „Die Reaktionen der Patienten haben unsere Erwartungen weit übertroffen.“

Wichtig für den langfristigen Behandlungserfolg sei, dass die neu erworbenen Fähigkeiten in den späteren Alltag übertragen werden können. „Zahlreiche Spiele eignen sich hierfür hervorragend“, so Hirsch. Gleichzeitig wird das Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit gestärkt, und es wird die Zuversicht vermittelt, trotz Einschränkungen wieder mobil zu werden. Unterstützt wird damit die Wiedereingliederung in Alltag, Beruf, Familie und Gesellschaft.

Das Wii-Konzept des NRW Neurologischen Reha-Zentrums Wiesbaden dient als Ergänzung eines an den Bedürfnissen und Fähigkeiten des jeweiligen Patienten orientierten Therapieplans. Therapeuten und Mediziner aller Fachbereiche des NRW Wiesbaden arbeiten hierzu interdisziplinär zusammen.

Computergestützte Hand- und Armrehabilitation mittels „Armeo“
Seit Dezember 2010 wird an der Klinik außerdem das Gerät „Armeo“ eingesetzt. „Armeo“ ist eine Art Computersimulator zur Unterstützung der Armrehabilitation. Das Gerät eignet sich insbesondere für stark geschwächte und in der Bewegung eingeschränkte Hand- und Armfunktionen. Dabei wird der Arm in eine Vorrichtung gelegt und mittels Sensoren an einen Computer angeschlossen. Damit wird die aktive Armbewegung unterstützt und Bewegungen des Patienten in eine Computersimulation übertragen. Auch bei diesem Therapiekonzept ist die Übertragung des Erlernten in den späteren Alltag von entscheidender Bedeutung. Deshalb lernen Patienten etwa, einen Einkaufswagen zu bestücken, Fenster zu putzen oder ein Ei in eine Pfanne zu schlagen. „Dabei kann tatsächlich auch ein Ei herunterfallen und kaputt gehen. Das sorgt einerseits für Belustigung ist aber auch nah am Alltag“, so Christoph Wilhelm, Leitender Ergotherapeut des NRW Neurologischen Reha-Zentrums Wiesbaden. Da jedoch nicht wirklich etwas kaputt geht, verlieren die Patienten auch die Angst, etwas falsch zu machen. Dies setze ebenso hohe motivatorische Kräfte frei, wie der Spaß an den Aktivitäten selbst und das Erlebnis, wieder Dinge leisten zu können, die vorher undenkbar schienen, so der Ergotherapeut.

Mithilfe des „Armeo“ lernt das Gehirn, Bewegungsabläufe, die etwa aufgrund eines Schlaganfalls verloren gegangen sind, in intakte Hirnareale zu überführen. Die Bewegungsmuster werden immer wieder geübt. Dadurch verstärkt sich der positive Effekt der Therapiemethode. Eingebaute Sensoren zeichnen außerdem die Lernerfolge aller Sitzungen auf, sodass der Behandlungserfolg für Therapeut und Patient immer schnell nachvollziehbar ist und der Schwierigkeitsgrad der Therapie entsprechend dem individuellen Fortschritt angepasst werden kann. „Allerdings können die Patienten mit dem Gerät auch Kart fahren oder Karten spielen. Dadurch bleibt die Therapie, die den Patienten ein hohes Maß an Konzentration abverlangt, interessant und motiviert zusätzlich“, so Christoph Wilhelm.

Vorstellung beim Tag der offenen Tür am 2. April 2011
Beide Geräte werden interessierten Besuchern beim Tag der offenen Tür am 2. April 2011 anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Klinik vorgestellt und können selbst getestet werden. Daneben erwarten die Besucher zahlreiche Mitmachangebote und Vorträge. Ein Reha-Parcours führt durch die verschiedenen Themengebiete des Hauses: Physiotherapie, Medizinische Reha-Beratung und Logopädie sind dabei nur einige Bereiche des breiten Angebots. Zusätzlich können sich die Bürgerinnen und Bürger bei Gesundheits-Checks wie der Blutzucker-Messung auf Herz und Nieren prüfen lassen. Spannende und informative Vorträge runden das Angebot ab, beispielsweise zu Neurologischer Reha oder Schmerztherapie.

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