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BAC-Fondsskandal: Einigung mit Wells Fargo wirklich ein „Durchbruch im Interesse der Anleger“?

Bild: BAC-Fondsskandal: Einigung mit Wells Fargo wirklich ein „Durchbruch im Interesse der Anleger“?

(openPR) Die Krise um die US-Lebensversicherungsfonds „Life Trust“ von Berlin Atlantic Capital (BAC) soll entschärft sein. Am 18. März 2011 meldete die Initiatorin, dass sich der Pool, in dem die Lebensversicherungen befinden, mit der Gläubigerbank Wells Fargo auf eine – so wörtlich – „kooperative Fortführung des Policenportfolios geeinigt“ habe. Danach würden die bisher ohnehin der Bank verpfändeten Policen auf eine von Wells Fargo kontrollierte Gesellschaft übertragen, die diese bewirtschaften werde. Bis zum 31. August 2011 habe LTAP die Möglichkeit, die Policen zurückzukaufen, und zwar zum bisherigen Schuldenstand zuzüglich der inzwischen aufgewendeten Prämien.



BAC preist diese Einigung als Erfolg, weshalb man auf (angebliche) Schadensersatzansprüche gegen die Bank habe verzichten können. Aus Sicht des Heidelberger Rechtsanwalts Michael Minderjahn, der zahlreiche Anleger von BAC-Fonds vertritt, ist es äußerst fraglich, ob das Refinanzierungskonzept, an dem angeblich mit Hochdruck gearbeitet wird, aus Anlegersicht eine tragfähige Lösung bietet: „Dem Vernehmen nach wird es darauf hinauslaufen, dass die bisherigen Gesellschafter der Fonds nochmals zur Kasse gebeten und neue Investoren eingeworben werden.“ In diesen Kontext füge sich nahtlos ein, so der Anlegeranwalt, „dass das Fondsmanagement bereits mit Schreiben vom 10. Februar 2011, also lange vor der gemeldeten Einigung, alle Gesellschafter in einem Bettelbrief um zusätzliches Kapital in Form von Darlehen angegangen hat“.

Grundsätzlich stehen die Anleger vor dem Dilemma, entweder mit gutem Geld das schlechte zu retten oder durch Ablehnung den Misserfolg der Beteiligung noch zu beschleunigen.
Die Sanierungsbemühungen des Fondsinitiators begleitet Rechtsanwalt Minderjahn mit gehöriger Skepsis: „Angesichts der bisherigen Informationspolitik von Initiator und Management kann aus heutiger Sicht denjenigen Anlegern, die ihre Investition infolge falscher Beratung als sicher betrachteten, schon deshalb nicht zur Teilnahme geraten werden, weil sie ihre etwaigen Schadensersatzansprüche gegen die vermittelnden Banken zumindest teilweise gefährden.“ Andererseits müssten Anleger sich auch darüber im Klaren sein, dass der im Gespräch befindliche Zinskoupon von 10% auch nur so sicher sei, wie das Schicksal der jeweiligen Fondsgesellschaft, nämlich gar nicht. „Weder Initiatorin noch Management vermögen derzeit die notwendige Sicherheit zu vermitteln, dass es überhaupt zu einer neuen Finanzierung kommt und dies überhaupt sinnvoll ist“, begründet Minderjahn seine ungünstige Prognose. Auch der heftigen Streit zwischen LTAP und Wells Fargo über den Wert der als Sicherheit für die Darlehensverbindlichkeiten von rund 230 Mio. US$ verpfändeten Policen lasse eine erfolgreiche Suche nach neuen Kreditgebern als wenig aussichtsreich erscheinen. Völlig ungeklärt erscheine zudem, wie die sicherlich nicht unbeträchtlichen Kosten finanziert werden sollen, die die „Restrukturierung“ verschlinge. „Dabei geht es ja nicht nur um erhebliche Rechtsanwaltshonorare sondern auch die Finanzierungskosten“, so Minderjahn.

Minderjahn weiter: „Es kann den Anlegern nicht dringend genug geraten werden, vor einer Entscheidung über weitere Kapitalzuführung an die Life Trust Fonds anwaltlichen Rat über etwaige Schadensersatzansprüche einzuholen.“

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