(openPR) Der Ansatz der personenzentrierten Beratung wurde in den 30er Jahren von Carl-Rogers entwickelt. Als einer der ersten Psychologen wagte er es, seine Beratungsgespräche aufzuzeichnen und nach Übereinstimmungen im Beraterverhalten zu suchen, die zum Erfolg beitrugen. Als Ergebnis entwickelte er seine berühmten Basisvariablen Empathie, Kongruenz und Akzeptanz. In den folgenden Jahrzehnten vollzog der humanistische Ansatz einen beispiellosen Siegeszug. Auch in die Wirtschaftswelt hielt er in Form der Human Resources Bewegung Einzug. Endlich wurde erkannt, dass die tayloristische Zerstückelung der Arbeit und eine Beschränkung der menschlichen Arbeitskraft auf ihre Produktionsfunktion nicht wirklich erfolgversprechend und zukunftsweisend war.
Menschen brauchen Freiheit, Gestaltungsraum, förderlichen sozialen Austausch um nur einige der Rahmenbedingungen zu nennen, die eine wirklich produktive Arbeitswelt konstituieren.
Coaching ist gerade in den letzten Jahren zu einem Synonym für Einzeltrainings verkommen. Trainer, ausgerüstet mit Videokameras, domestizieren ihre Coachees bei Präsentationen bestimmte Worte nicht zu verwenden oder eine vermeintlich bedeutungsvolle Körperhaltung einzunehmen. In Radio-Interviews werden die Antworten von Politikern Stück für Stück zerlegt und analysiert, um zu zeigen, wo der rechte Schliff, die heilsbringende Konnotation oder der rhetorisch geniale Ausdruck fehlt.
Personenzentriertes Coaching ist anders. Es geht von der Annahme aus, das jeder Mensch die Lösung für seine Probleme in sich trägt. Folglich kann es in Coachings nicht primär darum gehen, bestimmte Handlungen zu üben. Ziel muss es vielmehr sein, mit dem Klienten zu erarbeiten, was seine Ziele und Wünsche sind und wie er persönlich kongruent, diese Bedürfnisse befriedigen kann.
Im wirtschaftlichen Kontext ist der personenzentrierte Ansatz gerade wegen dem neuen Status der Brainworker so besonders wichtig. Der moderne Mitarbeiter wird sich immer mehr seiner Qualitäten bewusst. Er lässt sich nicht mehr von Teamleitern gängeln, die weder sein fachliches noch menschliches Niveau halten können. Bei diesen Experten muss die Führungskraft zum personenzentrierten Coach werden. Sie hilft dem Mitarbeiter, jene Lösung zu finden, die für ihn stimmig ist und folglich aufgrund des echten Commitments mit ganzem Herzen für das Unternehmen umgesetzt wird.
In dem Seminar wird das Weltbild des humanistischen Ansatzes vermittelt. Die Teilnehmer erlernen die grundlegenden Techniken, um personenzentriert aufgrund der Variablen Echtheit, Wertschätzung und Einfühlungsvermögen zu coachen. In Rollenspielen anhand von konkreten Business-Beispielen wird der Transfer in die Arbeitswelt optimal vorbereitet.
Weniger Hierarchie im Unternehmen bedeutet mehr Menschlichkeit und ist ideal für den personenzentrierten Coaching-Ansatz.
Der Kurs geht von Montag 9.00 Uhr bis Freitag 16.00 (6 Weiterbildungsstunden täglich) und findet im Regus Business-Center in Berlin Mitte, Friedrichstr. 50, 10117 Berlin, statt.
Anmeldungen über die Webseite www.personalentwicklung3000.de

















