(openPR) Unterstützung erhält Minister Lindemann bei seinem Vorhaben, den Schutz landwirtschaftlich genutzter Tiere zu verbessern, von der „Arbeitsgemeinschaft für artgerechte Nutztierhaltung“ e.V. „Nach anfänglichem Widerstand hat Lindemann offensichtlich eingelenkt und eingesehen, dass die Zeit reif für durchgreifende Verbesserungen im Tierschutz ist“, freut sich AGfaN-Vorsitzender Eckard Wendt.
Mit der Gründung des „Lenkungsausschusses“, der sich mit tierschutzrelevanten Problemen wie dem Schnabelkürzen bei Puten, Moschusenten und leider auch vielen Legehennen in schlechten Bodenhaltungen befassen und Lösungsvorschläge erarbeiten soll, sei ein wichtiger Anfang gemacht worden. Es komme nun jedoch darauf an, dass sich das Gremium bald konstituiere und auch mit grundlegenden Fragen befasse. Dazu gehöre auf jeden Fall auch die Anpassung der jeweiligen Haltungsbedingungen an die natürlichen Bedürfnisse der Tiere. In den vergangenen Jahrzehnten sei das Anpassungsvermögen der Tiere zunehmend überfordert worden. Deshalb mussten die Tiere durch Amputationen wie das grausame Schnabelkürzen und das Kupieren der Schwänze bei Ferkeln zurechtgestutzt werden, um in den tierfeindlichen Haltungsbedingungen überhaupt noch Gewinne erzielen zu können. „Zur Ruhigstellung werden fast alle Nutztiere bei Dämmerlicht gehalten und Geflügel erhält in der Regel noch immer völlig ungeeignetes Licht, weil die künstlichen Lichtquellen nicht den für sie wichtigen UV-Bereich bieten, der zum gegenseitigen Erkennen und damit zur Einhaltung der Rangordnung unverzichtbar ist“, erklärt Wendt. Wichtig sei es, dass die Nutztiere vor ihrer Schlachtung nicht noch die Hölle auf Erden durchleiden müssen.
Die AGfaN bot Minister Lindemann an, im Lenkungsausschuss konstruktiv mitzuarbeiten, damit es endlich Fortschritte zum Wohl der Nutztiere geben könne.















