(openPR) Falsches Lernen verhindert Lernerfolg und schadet der Motivation
München, 16. Februar 2011 - Eine ernste Vorwarnung erhalten zahlreiche Schüler und deren Eltern diese Tage in Form des Zwischenzeugnisses: „Versetzung gefährdet“. Über viele Jahre war Deutschland Weltmeister bei der Quote für Sitzenbleiber mit dem Bundesland Bayern an der Spitze. Bundesweit leiden laut einer aktuellen Umfrage des Forsa-Instituts auch beinahe ein Viertel der schulpflichtigen Kinder an stressbedingten Konzentrationsstörungen. Viele Schüler könnten den Stress und das Wiederholen einer Jahrgangsstufe jedoch vermeiden, indem sie richtig lernen.
Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen belegen bereits seit Mitte der 1970er Jahre, dass mit der richtigen Technik ein dauerhafter Lernerfolg möglich ist. „Gedächtnisweltmeister nutzen andere Methoden als stures Auswendiglernen, und das aus gutem Grund“, erklärt Albert Hahn, Inhaber der E-Learning-Plattform EndlessBrain.com. „Der größte Lernerfolg lässt sich erzielen, wenn wir Lerninhalte mit Bildern und kleinen Geschichten verknüpfen.“ Die Lernenden bauen also ihr persönliches bebildertes Abenteuer und betten ihre Lerninhalte darin ein. Je ausgefallener die Episoden sind, desto besser prägt sich das Gehirn die Informationen ein. Das Wort ‚Mäuse‘ – englisch ‚Mice‘ – wird mit solchen Lerntechniken schon mal zum ähnlich klingenden ‚Mais‘, den die ‚Mäuse‘ dann verzehren. Das Beste ist: Der Einsatz dieser Lerntechnik – auch Schlüsselwortmethode genannt – ist im Gegensatz zu Nachhilfestunden kostenlos.
„Auch Simultandolmetscher arbeiten bei der Vorbereitung auf Konferenzen häufig mit derartigen Methoden – so kann man sich in kürzester Zeit viele hundert neue Vokabeln merken“, erläutert Bernd Mischke, Inhaber des Übersetzungs- und Dolmetscherunternehmens Limundi Languages. „Eine gewisse Anzahl an Wiederholungen ist auch hier notwendig, aber es geht eben viel effektiver.“ Sehr einfache Lerninhalte speichert unser Gehirn zwar relativ schnell, aber schon bei komplizierteren Vokabeln sind Methoden hilfreich, die Assoziationen nutzen. Schüler verzweifeln oft regelrecht und schalten ab, wenn sie sich den Stoff nicht merken können. Passende Lernmethoden vermeiden diesen Frustfaktor. Außerdem lässt sich so der gefürchtete ‚Black out‘ während Prüfungen umgehen – auf das Wissen kann auch in Stresssituationen zugegriffen werden.
Internet-Plattformen wie EndlessBrain.com geben kostenlos Unterstützung beim Training von solchen Lerntechniken. Schüler können dort zum Beispiel Englisch-Vokabeln trainieren, indem sie entweder vorgefertigte Lernkarten mit Bildern und Merksätzen nutzen oder eigene Karten erstellen. „Wer sich einmal über das Bild eines an einen Hydranten angeschlossene Jeans gemerkt hat, dass ‚hose‘ im Englischen ‚Schlauch‘ heißt, wird es nicht mehr vergessen. Ich erhalte nach meinen Vorträgen immer positive Rückmeldungen, dass die Lerntechniken funktionieren“, bestätigt Albert Hahn. „Außerdem machen solche Techniken mehr Spaß als das sprichwörtliche Pauken – und sie reduzieren den Stress.“
Lässt sich das Wiederholen einer Jahrgansstufe trotz aller Maßnahmen nicht vermeiden, sollten Eltern Ruhe bewahren. Verständnis und positive Gespräche helfen weiter als Vorwürfe und Strenge. In jedem Fall sollte auch der zuständige Klassenlehrer zu Rate gezogen werden, da die Ursachen des ausbleibenden Schulerfolgs auch tiefer liegen könnten als in mangelnden Lernfortschritten. „Im Idealfall erarbeiten Eltern gemeinsam mit ihren Kindern Lösungen“, ergänzt Albert Hahn, den Eltern selbst häufig um Rat fragen. Das Portal Elternwissen.info empfiehlt neben dem Einsatz von speziellen Lerntechniken auch gemeinsame Hausaufgabengruppen, da gemeinsames Lernen erfolgreicher funktioniert. Ebenso wie mit der richtigen Methode kann so Spaß am Lernen vermittelt werden. Außerdem sollten Eltern keine Scheu haben, auch das pädagogisch betreute Elterntelefon unter 0800/1110550 zu Rate zu ziehen.





