(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Wie schon gestern zeigten sich die Rohölpreise fest und gewannen im Tagesverlauf nur leicht. Dabei gab es heute durchweg preistreibende Nachrichten, so die Ankündigung der EZB, den Leitzins nicht anzuheben und gute Arbeitsmarktdaten aus den USA. Der Heizölpreis in Deutschland stieg hingegen deutlich an.
Beide Referenzsorten gewannen im Tagesverlauf nur wenig hinzu – jeweils etwa 30 US-Cent je Barrel. Und das, obwohl heute ausnahmslos preistreibende Nachrichten zu vernehmen waren, allen voran die politischen Krisen in Nordafrika und dem Nahen Osten. Hinzu kamen noch positive Arbeitsmarktdaten und die Ankündigung der Europäischen Zentralbank, den Leitzins bei 1,0 Prozent zu belassen. Dadurch werden Rohstoffe durch fiskalische Maßnahmen nicht weiter verteuert.
Analysten sehen im ausbleibenden Preissprung ein eindeutiges Indiz dafür, dass die Märkte gut versorgt sind und die rasanten Steigerungen seit dem Ende der letzten Woche vor allem anlagetaktischen Manövern geschuldet ist. Dafür spricht auch, dass von den Warenterminbörsen heute reichlich Gewinnmitnahmen gemeldet wurden. Auch das hinderte die Kurse an weiteren Anstiegen.
In Deutschland jedoch lief es heute etwas anders und für die Verbraucher ungünstiger. Die Bezugskosten stiegen um 1,01 Euro. auf 79,15 Euro pro 100-Liter-Partie (bei einer Gesamtlieferung von 3.000 Litern) – der höchste Wert in diesem Jahr. Vom Handel wurde wachsendes Interesse gemeldet, auch wenn sich das noch nicht in steigenden Bestellungen neiderschlägt. Offensichtlich rechnen Verbraucher mit weniger gut gefüllten Tanks aufgrund der Ägyptenkrise mit weiter steigenden Preisen. Diese liegen jetzt schon so hoch wie noch nie in einem Januar. Hier dazu die Zahlen der Vorjahre und wie sie sich in den folgenden 14 Tagen tendenziell entwickelten:
2006 – 61,61 Euro (fallend)
2007 – 53,81 Euro (steigend, dann auf Ausgangsniveau fallend)
2008 – 69,53 Euro (steigend),
2009 – 53,53 Euro (fallend),
2010 – 60,94 Euro (fallend).
Das berichtet das Onlineportal des Fachmagazins BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau auf seiner Website
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Die Entwicklung der einheimischen Heizöl-Endverbraucherpreise im Bundesdurchschnitt und in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal
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Frank Urbansky
Redakteur Brennstoffspiegel
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