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Deutsche Musikbranche kriselt – Manager setzen auf das Prinzip Hoffnung

13.06.200512:23 UhrMedien & Telekommunikation

(openPR) Bonn/Lindau – Die einen finden Coldplay blass und langweilig und machen der britischen Band um Gwyneth Paltrow-Ehemann Chris Martin zum Vorwurf, sie kopiere sich selber. Die anderen halten die Truppe um den melancholischen Barden für besser als die Beatles. Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Eindeutig sind jedoch die Fakten. Das neue Coldplay-Album hat sich nach Branchenangaben in den ersten drei Tagen mehr als 50.000 mal verkauft. Doch trotz erfolgreicher neuer deutscher Bands kommt das Musikgeschäft in Deutschland nicht richtig in Fahrt. Manager befürchten bereits, dass der Markt bis Ende des Jahres erheblich schrumpfen könnte, so ein Bericht der Netzzeitung http://www.netzzeitung.de.



Das Geschäft sei hierzulande in den vergangenen Monaten drastisch eingebrochen. Der „Wonnemonat“ Mai war für das Musik-Business definitiv nicht wonnig. Die Plattenfirmen verkauften neun Prozent weniger CDs als im Vorjahresmonat. Im April hatte es sogar ein deftiges Minus von 13 Prozent gegeben, so gaben mehrere Musikkonzerne gegenüber dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel http://www.spiegel.de an. Nach Angaben des Hamburger Magazins hatte sich die Musikbranche nach einem guten Weihnachtsgeschäft und einem zweistelligen Plus im Januar 2005 ein Ende der seit Jahren anhaltenden Krise erhofft. Insbesondere von Newcomer-Bands wie Silbermond, Juli oder Wir sind Helden hatte man sich Besserungen erwartet. Doch der Charme der Musikgruppen mit zumeist weiblichen Sängerinnen hat nicht ausgereicht, um die Flaute am Musikmarkt zu beheben. Inzwischen fürchten die Manager der großen Plattenfirmen, dass der Markt am Ende dieses Jahres sogar um bis zu fünf Prozent geschrumpft sein könnte.

Branchenkenner überraschen diese Zahlen nicht. Schon früher haben sie der etablierten Musikszene eine Mischung aus Ignoranz und Selbstüberschätzung vorgeworfen, mit der sie sich ins Abseits manövriert habe. Die Musikbranche stehe vor einer revolutionären Umwälzung. „Rund 20 Jahre lang wurden hitträchtige Titel über Musikvideos promotet und dann die CDs palettenweise in die Plattenläden gekarrt – damit die ‚Verkaufszahlen’ eine Top-Position in den Charts garantieren. Wird aber Musik direkt als Datei ins Internet gestellt, werden sich andere Erfolgsparameter finden. Über das Internet als digitale Bibliothek wird jede Musikrichtung, jeder Interpret und jeder Titel gleichermaßen verfügbar sein, was bedeutet, dass auch die klassischen Zeitphasen des Lebenszyklus eines Titels oder eines gesamten Albums in Frage gestellt werden. Musik als Konsumgut wird noch stärker als bisher der kurzfristigen und spontanen Akzeptanz der Konsumenten unterworfen sein. Ob die Ära der Megastars, die gegen millionenschwere Verträge auf Jahre im voraus für neue Alben verpflichtet werden, noch lange anhalten wird, kann durchaus bezweifelt werden. Webradios und drahtlose Internetzugänge machen die Musik universell und überall verfügbar. Die Branche muss neue Mechanismen für Promotion und Cross-Selling finden“, lautet die Einschätzung von Michael Sander, Geschäftsführer der TCP Terra Consulting Partners GmbH http://www.terraconsult.de in Lindau. Man dürfe sich von kurzfristigen Erfolgsmeldungen nicht einlullen lassen. „Coldplay kommt nicht alle Tage mit einem neuen Album auf den Markt. Die Musikbranche muss wieder agieren und darf nicht nur passiv reagieren, wenn mal wieder neue Horrorzahlen über einen sinkenden Plattenverkauf im Umlauf sind“, meint Sander.

Der Marktführer Universal Music hat mehr Grund zur Zuversicht. Laut Spiegel verzeichnet der Berliner Plattenkonzern bislang ein zweistelliges Plus. Seine Produktionen hätten Ende Mai zeitweise gleich neun Plätze in den Top Ten der Single-Charts belegt. Die Musikmanager setzten verstärkt auf das boomende digitale Geschäft mit Klingeltönen und Downloads und darauf, dass die neuen Platten internationaler Popstars wie die jüngst erschienenen Alben von den Black Eyed Peas oder Shakira wieder mehr gekauft werden. Mit dem Prinzip Hoffnung allein komme man selten aus der Krise, kommentiert Sander. Man dürfe sich nicht darauf verlassen, dass der Glaube Berge versetzt. Gefragt seien stattdessen neue Geschäftsstrategien und das Verlassen ausgelatschter Pfade.

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