(openPR) Wer die Internationale Grüne Woche in Berlin besuchen will, sollte auch nach eher unscheinbar auftretenden Ausstellern Ausschau halten. In der Tierhalle (Halle 25) informiert zum Beispiel die „Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen“ e.V. (GEH) über ihre Arbeit.
Seit etwa 40 Jahren findet im Bereich der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung ein immer schärferer Wettbewerb zwischen mittlerweile nur wenigen marktbeherrschenden Zuchtunternehmen statt. Durch die „Hochleistungstiere“ wurden die traditionellen Rassen verdrängt, die über Jahrhunderte durch Selektion an regionale Bedingungen wie Klima und geografische Besonderheiten selektiert wurden. Als dieser genetische Pool auszusterben drohte, schlossen sich Freude der bodenständigen Rassevielfalt zusammen und gründeten 1981 die “Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen“ e.V. Der Verein betreut heute fast 100 gefährdete Rassen, die von Landwirten gehalten und als Spezialität vermarktet werden können, weil ihr Fleisch langsamer wächst und wegen seines intramuskulären Fleischanteils besonders schmackhaft ist. Wer also zum Erhalt gefährdeter Nutztierrassen beitragen möchte, der sollte nach Produkten Ausschau halten, die von solchen Tieren stammen. Aber auch Hobby-Tierhalter finden sich unter den Anhängern der vom Aussterben bedrohten Rassen. Tierliebhaber sollten auch einmal „Arche Höfe“ besuchen, die sich unter dem Dach der GEH mit viel Engagement dem Erhalt verschiedenster Tierarten von Hühnern, Enten und Gänsen über Schweine, Rinder und Pferde bis hin zu Eseln widmen.
Sie finden die GEH am Stand 114 am Übergang zur Halle 26. Informationen über die GEH finden Interessierte unter www.g-e-h.d. Bunte Bentheimer Schweine und Schwäbisch Hällische Schweine, die auch zu den gefährdeten Rassen gehören, finden Sie ebenfalls in Halle 25 an den Ständen 104 und 105.













