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Heizölpreis 18. Januar: Handel gibt Abschläge an Verbraucher weiter

18.01.201117:24 UhrEnergie & Umwelt

(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Leicht rückläufig haben sich heute die Rohölpreise präsentiert. Am Nachmittag kostete das Barrel US-Leichtöl (WTI) rund 90,70 Dollar; Nordseeöl (Brent) 96,70 Dollar. Damit gaben die Notierungen bis Redaktionsschluss im Vergleich zu den Tageshöchstwerten um bis zu einen Dollar nach. Im Falle weiter rückläufiger Kurse rechnen Beobachter mit einem Preisrutsch infolge automatischer Verkaufsorder.
„Offensichtlich fehlt dem Markt der Antrieb, die Marke von 100 US-Dollar in Angriff zu nehmen.“, analysiert Commerzbank-Rohstoffexperte Eugen Weinberg. Und in der Tat künden die aktuellen Nachrichten, die die Versorgung mit Rohöl betreffen, nicht für einen kurzfristigen Mangel an Ware. So hat die aufgrund eines Lecks geschlossene Alaska-Pipeline, die den Westen der USA versorgt, ihren Betrieb wieder aufgenommen und dürfte in einigen Tagen wieder die volle Durchsatzmenge erreichen. Des Weiteren sorgt die angepeilte Ölförderung in der Arktis durch Rosneft und BP dafür, dass Russland den Rückgang in den westsibirischen Feldern kompensieren kann, so Weinberg. Auch die letzten Ölfunde in Südamerika – Experten gehen davon aus, dass bis zu 80 Millionen Barrel Öl vor Brasiliens Atlantikküste lagern – unterstreichen die nach wie vor das Potenzial des Energieträgers Öl.
Auf längere Sicht jedoch dürften die Preise nach oben ausschlagen. Das Ölkartell OPEC sowie die US-Energiebehörde hoben jüngst ihre Verbrauchsprognosen für 2011 an, die US-Konjunktur scheint Fahrt aufzunehmen und ihr chinesisches Pendant tut das sowieso.
Die hiesigen Heizölpreise gaben heute indes nach. Der Preis für die 100-Liter-Partie Heizöl EL verringerte sich, eine Abnahme von 3.000 Litern vorausgesetzt, um 21 Cent auf 77,65 Euro. Damit liegen die Bezugskosten noch immer über dem Höchstwert des Vorjahres von 76,18 Euro, sind jedoch wieder deutlich unter das Maximum des bisherigen Jahres 2011 von 79,08 Euro gefallen.
Die Entwicklung der einheimischen Heizöl-Endverbraucherpreise im Bundesdurchschnitt und in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal www.brennstoffspiegel.de in der Rubrik Marktdaten. Regionale Abweichungen sind marktbedingt jederzeit möglich.

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