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Tierproduktion an die Wand gefahren

17.01.201116:53 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Der Dioxin-Skandal beweist erneut, dass sich die agroindustrielle Tierproduktion in einer Sackgasse befindet und wieder einmal gegen die Wand gefahren wurde. Notwendig ist die Abkehr von der hierfür verantwortlichen, unethischen agrarpolitischen Philosophie, die von der Politik im Interesse weniger, im Hintergrund agierender Strippenzieher zu Lasten der bäuerlichen Landwirtschaft ohne Rücksicht auf die Gesundheit der Bevölkerung durchgedrückt wurde. Der Tierschutzfachverband Arbeitsgemeinschaft für artgerechte Nutztierhaltung fordert das Verlassen des bisherigen Irrwegs.



Das System der industrialisierten Tierproduktion, das leidensfähige Mitgeschöpfe zu reinen Produktionseinheiten verkommen lässt, ist durch und durch marode. Es zählt nur noch der Profit, der notfalls auch auf Kosten der Gesundheit der Verbraucher eingefahren wird. Der Dioxin-Skandal verdeutlicht auch, dass Rücksichtslosigkeit gegenüber Menschen und Tieren derselben Wurzel entspringen. Die massenhafte Tierproduktion wird durch Subventionen für den Bau von Tierställen und Schlachthöfen, aber auch für Fleischexporte angekurbelt. Es fragt sich, wie lange die Steuerzahler diesen finanzpolitischen Unfug noch widerstandslos hinnehmen werden

Die ganze Rücksichtslosigkeit der praxisüblichen Tier- und Fleischproduktion spiegelt sich darin wider, dass für die Tierindustrie ungeheure Mengen Futtermittel wie Soja und Getreide auch aus Hungerländern wie Brasilien importiert werden. Wer diese und andere Futterkomponenten billiger als die Konkurrenz einkauft, hat einen beträchtlichen Marktvorteil. Leider vergessen die Tierhalter nur zu oft, dass auch die Futtermittelindustrie gute Qualität nicht zu Ramschpreisen anbieten kann. Der ruinöse Wettbewerb unter den Futtermittelherstellern verleitet zur Verwendung kontaminierter und deshalb nicht lebensmitteltauglicher Bestandteile. Außerdem muss künftig sichergestellt werden, dass alle Bestandteile der Futtermittel vor ihrer Verwendung geprüft werden und „just in time“-Zulieferungen verboten werden.

Das Risiko der Futtermittelhersteller, bei der Verwendung ungeeigneter Zutaten erwischt zu werden, ist angesichts der Tatsache, dass sich der Staat weitgehend auf die Eigenkontrollen verlässt, äußerst gering. Alle Beteuerungen einflussreicher Politiker und der Marktbeteiligten , die Eigenkontrollen seien wirksam, sind lediglich Nebelbomben, mit denen die Verbraucher beruhigt werden sollen. Auch kommt es vor, dass regionale staatliche Kontrollinstanzen mit der Wirtschaft kollaborieren. Erinnert sei in diesem Zusammenhang an die Enthüllungen von Dr. Hermann Focke in seinen Büchern „Tierschutz in Deutschland – Etikettenschwindel?!“ und „Die Natur schlägt zurück“.

Einziger zielführender Ausweg aus der derzeitigen Sackgasse der Tierproduktion ist die Abkehr von der Produktion anonymer Massenware für wenige, marktbeherrschende Agroindustrielle und die Neuausrichtung der Agrarpolitik auf regionale Erzeugung in bäuerlicher Hand. Durch flächendeckende und alle Chargen erfassende, unabhängige Qualitätskontrollen sowie die Prüfung und Offenlegung aller Testergebnisse ist die Einhaltung hoher Qualitätsstandards sicherzustellen. Die bisher üblichen Bußgelder, die aus der Portokasse gezahlt werden, haben sich als unwirksam erwiesen. Kriminelle Machenschaften können nur verhindert werden, wenn mit äußerster Härte gegen Schuldige vorgegangen und dafür das Strafmaß deutlich erhöht wird.

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