openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Neue Therapie der Gelenksarthrose in Österreich

08.06.200520:03 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Neue Therapie der Gelenksarthrose in Österreich
Dr. Thomas Wagner setzt Diacerein bereits für seine Patienten ein
Dr. Thomas Wagner setzt Diacerein bereits für seine Patienten ein

(openPR) +++80% aller Österreicher über 60 leiden an einer schmerzhaften Gelenksarthrose +++ 'stopp and go' – Sportarten begünstigen Knieprobleme schon in jungen Jahren +++ Arthrose ist zweithäufigste Ursache für Langzeitinvalidität im Erwachsenenalter





Beim EULAR-Kongress (European League Against Rheumatism (8. bis 11. Juni 05) in Wien wurde bei einem Satellitensymposium der in Österreich neue Wirkstoff Diacerein vorgestellt, der ursächlich gegen die Zerstörung von Gelenkknorpel wirksam ist.

Schmerzen und Bewegungseinschränkungen kennzeichnen die Arthrose, die häufigste Gelenkerkrankung älterer Menschen. 'Leider ist die Krankheit nicht heilbar', bedauert Dr. Thomas Wagner, Facharzt für Orthopädie in Wiener Neustadt. 'Die degenerative Krankheit beginnt teilweise schon mit 40, die Zahl der Betroffenen steigt schließlich bei den über 60-Jährigen bereits auf 80 Prozent an.' Aber seit einiger Zeit tritt die Gelenksarthrose auch bei jüngeren Menschen immer öfter auf. Deshalb warnt Dr. Wagner: „Übergewicht ab einem Body Mass Index von 30 *), sowie alle 'stopp and go' – Sportarten garantieren auch jüngeren Menschen früher oder später Probleme mit den Kniegelenken. Weniger Tennis, Badminton und Squash und mehr Schwimmen, Radfahren oder Nordic Walken ist besser!' Seit kurzem wird in Österreich ein Medikament mit dem pflanzlichen Wirkstoff Diacerein eingesetzt, von dem sich die Ärzteschaft deutlich bessere Therapiechancen erwartet.

Die Gelenksarthrose (Osteoarthritis) ist eine schmerzhafte Abnützungserscheinung in den Knie- Hüft- oder Fingergelenken und betrifft Männer und Frauen gleichermaßen. Bei dieser heute häufigsten Erkrankung des Bewegungsapparates kommt es am Gelenk zunächst zu einer Verschmälerung und Auffaserung der Knorpelschicht, später zu einem fortschreitenden Knorpelverlust. In späten Stadien einer Arthrose reibt dann Knochen auf Knochen. Die degenerativen strukturellen Schädigungen des Gelenkknorpels können auch auf Knochen und Gelenkkapsel übergreifen. Typisch für ein arthrotisches Gelenk ist die messbare Konzentration entzündungsauslösender Zytokine, durch die mehr Knorpel abgebaut wird, als der Körper neu erzeugen kann. Der Knorpel im Gelenk dient jedoch als Gleitschicht – ist er beschädigt oder vermindert, ist die Beweglichkeit des Gelenks schmerzhaft eingeschränkt.

Wirkstoff hemmt Botenstoffe und damit die Entstehung der Arthrose

Zum Glück kann man die schmerzhaften Symptome neuerdings besser als bisher bekämpfen: Gegen die unerträglichen Gelenkschmerzen wurden bisher hauptsächlich nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) eingesetzt, die jedoch bei längerer Anwendung sehr oft schwer wiegende Magenprobleme verursachen. Das ist bei dem in Österreich neu verwendeten Wirkstoff Diacerein nicht der Fall - er packt das Problem an der 'Schlüsselstelle' der Entstehung der Arthrose und unterdrückt gezielt die Ursache, also die Entstehung entzündungsfördernder Botenstoffe (Zytokine), die den Knorpelabbau beschleunigen. 'Bei einer mittelgradigen Abnützung wird die Zerstörung des Gelenkknorpels durch den neuen Wirkstoff Diacerein meistens gestoppt', berichtet Dr. Thomas Wagner aus eigener Erfahrung und bezieht sich dabei auch auf zahlreiche ausgereifte klinische Studien, die eine deutliche Schmerzreduktion und eine Verbesserung der Beweglichkeit und der Lebensqualität belegen.

Das Medikament mit dem Wirkstoff Diacerein wird nach einer genauen Untersuchung (Röntgen, MRT) zumindest über mehrere Monate verabreicht und ermöglicht auf Grund seiner guten Magenverträglichkeit auch eine Langzeitbehandlung. Nach Abschluss einer mindestens dreimonatlichen Therapie hält die Wirkung weitere zwei Monate an. Das Medikament ist in Österreich erst seit kurzem auf dem Markt und muss vom Arzt verordnet werden.

Mediziner rechnen mit einer weiteren, deutlichen Zunahme der Osteoarthrose in den nächsten Jahren. Da sie die zweithäufigste Ursache für Langzeitinvalidität im Erwachsenenalter darstellt und daher aus sozioökonomische Gründen Bedeutung hat, ist es sehr wichtig, das Fortschreiten dieser Krankheit möglichst früh zu stoppen. Wer bei Belastung Schmerzen hat, dem rät Dr. Wagner 'unbedingt einen genauen Check beim Arzt. In vielen Fällen stellt sich tatsächlich eine Arthrose heraus. Neben einer geeigneten medikamentösen Therapie verordnet der Arzt meist auch eine physikalische Therapie. Darüber hinaus ist es wichtig, ausreichend gesunde, das Gelenk nicht zu sehr belastende Bewegung zu machen. Regelmäßige, die Muskulatur stärkender Sport in Absprache mit dem behandelnden Arzt hilft besonders, da eine gute muskuläre Führung ein Arthrosegelenk schützt und entlastet. Zu Rückenschwimmen und Kraulen rate ich jenen Patienten, die dieses Problem im Bereich der Wirbelsäule haben. Menschen mit Hüft- und Kniearthrosen empfehle ich besonders Nordic Walken und Radfahren! Abraten möchte ich vom Laufen bei extremen Übergewicht – das belastet die Gelenke zu stark.'

Wie kommt es zu einer Gelenksarthrose?

Neben Überlastungen sind frühere Verletzungen (Meniskusschäden), angeborene oder erworbene Gelenkfehlstellungen (X-Beine, O-Beine) oder Fehlanlagen (z.B. "Hüftgelenksdysplasie") häufige Ursachen von Arthrosen. Typische Ursachen sind die Kniegelenksarthrose bei einem Fußballspieler mit Meniskusverletzung (leider auch nach Meniskusoperation). Die Hüftgelenksarthrose ist teilweise unabhängig von der Belastung. Besonders bei Frauen, aber auch bei Männern ist starkes Übergewicht immer ein Risikofaktor für eine Arthrose. Gelegentlich wird eine genetische Ursache der Arthrose festgestellt. Dabei kommt es zu frühen krankhaften Veränderungen des Knorpels.

Bei schweren Arthrosen mit erheblicher Einschränkung der Mobilität und der Lebensqualität sollte übrigens eine Operation nicht zu lange hinausgeschoben werden. Sie bringt gerade bei schweren Arthrosen der Hüft- oder Kniegelenke eine überzeugende Erleichterung.

--------------

*) Der Body Mass Index

ist immer noch ein wichtiger Gradmesser für die Relativierung des Normalgewichtes. Er errechnet sich mit folgender Formel:

Körpergewicht / (Körpergröße)2 (Körpergewicht dividiert durch das Quadrat der Körpergröße in Meter)

Z.B. Sie wiegen 73 Kg und sind 1,74 m groß, dann ergibt sich ein BMI von 73 : (1,74 * 1,74) = 24,11.

BMI 20 - 25 Normalgewicht
BMI 25 - 30 Übergewicht
BMI 30 - 40 Adipositas (Fettsucht)
BMI über 40 schwere Adipositas

Kontakt: Dr. Thomas Wagner, Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie
2821 Lanzenkirchen, Frohsdorf 25 / Ordinations-Telefon: 0664/3407183

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 50093
 8943

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Neue Therapie der Gelenksarthrose in Österreich“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Privatklinik Wehrle behandelt als erste Klinik in Österreich Prostatavergrößerung mit neuer LIFE LasertherapieBild: Privatklinik Wehrle behandelt als erste Klinik in Österreich Prostatavergrößerung mit neuer LIFE Lasertherapie
Privatklinik Wehrle behandelt als erste Klinik in Österreich Prostatavergrößerung mit neuer LIFE Lasertherapie
Erstmals schonendes Abtragen des Prostatagewebes mit minimalem Nachblutungsrisiko in Österreich möglich – Innovative Therapie ermöglicht kurze Behandlungsdauer und Rekonvaleszenz bei geringen postoperativen Risiken Jena, Deutschland / Salzburg, Österreich, 25. Juli 2008 – In der Privatklinik Wehrle in Salzburg bietet der Urologe Dr. Roland H. Mattes …
Bild: Die TEDDY-KLINIK ist wieder daBild: Die TEDDY-KLINIK ist wieder da
Die TEDDY-KLINIK ist wieder da
… Schneider kümmert sich nun wieder mit sehr viel Feingefühl und Erfahrung um alle gesundheitlichen Probleme von Teddy und Stofftieren. Bereits über 800 Teddybären aus Österreich und dem benachbarten Ausland, haben die Dienste in Anspruch genommen. Es ist immer gelungen, für alle auftretenden Teddykrankheiten eine wirksame Therapie zu entwickeln, und …
Alter und Tod spielen eine immer wichtigere Rolle in der Psychotherapie
Alter und Tod spielen eine immer wichtigere Rolle in der Psychotherapie
… fordert auch die Psychotherapie heraus, denn es stellen sich neue Selbstwert- und Sinnfragen. Diese Themen stehen im Mittelpunkt einer gemeinsamen Fachtagung von Gestalttherapeuten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz unter dem Motto „Memento mori! Bedenke, dass Du sterblich bist“. Der Kongress findet vom 07. bis 09. November 2008 in Zürich statt. „Noch …
Bild: Neues Medikament bringt neue Hoffnung für ArthrosekrankeBild: Neues Medikament bringt neue Hoffnung für Arthrosekranke
Neues Medikament bringt neue Hoffnung für Arthrosekranke
Zwei Drittel der Österreicher haben Gelenksprobleme +++ Die Gelenksarthrose ist weiter im Vormarsch +++ Millionen von Arbeitstagen könnten möglicherweise durch den Einsatz eines neuen Medikamentes eingespart werden +++ Die ebenfalls gefährliche Polyarthritis darf nicht mit Arthrose verwechselt werden! Die Volkskrankheit Arthrose ist weit verbreitet …
Bild: 600.000 Arthrosekranke in ÖsterreichBild: 600.000 Arthrosekranke in Österreich
600.000 Arthrosekranke in Österreich
… verursachen. Der damit verbundene Effekt wird dann eine Verringerung des Arbeitsausfalles sein - es können möglicherweise Millionen von Krankheitstagen eingespart werden". Die Gelenksarthrose (Osteoarthritis) ist eine schmerzhafte Abnützungserscheinung in den Knie- Hüft- oder Fingergelenken und betrifft etwas mehr Frauen als Männer. Bei dieser heute …
Bild: Ernährungsmediziner treffen sich in AachenBild: Ernährungsmediziner treffen sich in Aachen
Ernährungsmediziner treffen sich in Aachen
… Baustian Grundlagen der Ernährungsberatung, S.-D. Müller-Nothmann Ernährungsberatung aus psychodynamischer Sicht, Chefarzt S. Matentzoglu Neue Wege in der Ernährungsberatung, Fr. M. Steiner-Binder (Österreich) Ernährungsberatung aus ärztlicher Sicht. Leicht umsetzbare Prophylaxeprogramme in der Praxis, Dr. W. Seebauer (Schweiz), Prof. Dr. J. Spitz Mittagspause und …
Bild: Neue Therapiebeleithunde-AusbildungBild: Neue Therapiebeleithunde-Ausbildung
Neue Therapiebeleithunde-Ausbildung
… durchgeführt. Die Ausbildung der Teams erfolgt in Theorie und Praxis im vereinseigenen Fortbildungszentrum in Freiburg, Hermann-Mitschstrasse 47. Die Ausbildung orientiert sich an einem in Österreich seit vielen Jahren erfolgreichen Konzept und umfasst 32 Stunden Theorie und 32 Stunden Praxis. Die Kosten betragen insgesamt 640 Euro plus der Prüfungsgebühren. Der …
Bild: Neue Hilfe für KrebskrankeBild: Neue Hilfe für Krebskranke
Neue Hilfe für Krebskranke
Lymphdrüsenkrebs: Seit kurzem steht in Österreich eine neue Therapie bei der Behandlung von "Meningeosis lymphomatosa" zur Verfügung. Bei dieser Komplikation im Endstadium von Lymphomen bilden sich in der Flüssigkeit oder den Membranen, die das Gehirn und Rückenmark umgeben, Metastasen, und das führt in weiterer Folge meist zu Blindheit oder Taubheit. …
DGHO: Neue Leitlinie zum Myelodysplastischen Syndrom veröffentlicht
DGHO: Neue Leitlinie zum Myelodysplastischen Syndrom veröffentlicht
… Onkologie e.V. stellt auf der Online-Plattform Onkopedia die neue MDS-Leitlinie zur Verfügung. Die Behandlungsempfehlung wurde in Kooperation mit den Fachgesellschaften in Österreich und der Schweiz erstellt. Die Myelodysplastischen Syndrome (MDS) zählen zu den häufigsten bösartigen Erkrankungen des blutbildenden Systems. Das mittlere Erkrankungsalter …
Bild: 600.000 Arthrosekranke in Österreich - jedes Jahr kommen weitere 150.000 hinzuBild: 600.000 Arthrosekranke in Österreich - jedes Jahr kommen weitere 150.000 hinzu
600.000 Arthrosekranke in Österreich - jedes Jahr kommen weitere 150.000 hinzu
… verursachen. Der damit verbundene Effekt wird dann eine Verringerung des Arbeitsausfalles sein - es können möglicherweise Millionen von Krankheitstagen eingespart werden". Die Gelenksarthrose (Osteoarthritis) ist eine schmerzhafte Abnützungserscheinung in den Knie- Hüft- oder Fingergelenken und betrifft etwas mehr Frauen als Männer. Bei dieser heute …
Sie lesen gerade: Neue Therapie der Gelenksarthrose in Österreich