(openPR) Köln (08. Juni 2005). Die „unbewusste Selektion von Schülern im dreigliedrigen Schulsystem“ verhindert in erheblichem Umfang, dass Ideen und Perspektiven von außen in die Führungsetagen der deutschen Wirtschaft gelangen. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Montag vorgelegte Untersuchung der Kölner studentischen Unternehmensberatung OSCAR.
So pflanze sich die soziale Distanz zwischen den Schulen auch in der Rekrutierung von Führungskräften fort. Die mangelnde soziale Durchlässigkeit der deutschen Gesellschaft führe in den Unternehmen zu „Missverständnissen und fehlender Akzeptanz zwischen Führungskräften, Gewerkschaften und Mitarbeitern“. In den Unternehmen komme es zu „kreativen Defiziten sowie zu strukturellen Mängeln“, besonders im internen Zusammenhalt.
Doch nicht das Schulsystem allein sei schuld an der Misere. Ebenso müssten die Unternehmen in die Pflicht genommen werden und den Austausch zwischen den Mitarbeitern und der Führungsetage fördern und verbessern. Die derzeitigen Arbeitnehmer und Führungskräfte ließen sich im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr „umschulen“. Nur wer dies erkannt habe und dagegen steuere, könne sich auch auf den Zusammenhalt und die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen verlassen. Die Erfahrungen in der Arbeitswelt bestätigten, dass es „unten rumort, wenn oben Wasser gepredigt, aber Wein getrunken“ werde.














