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Ausgezeichnete Schmerztherapie

03.01.201114:58 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Asklepios Klinikum Bad Abbach erhält als erste Klinik in der Region das Zertifikat des Vereins Certkom, Gesellschaft für Qualifizierte Schmerztherapie

„Patienten mit starken Schmerzen kann heute in den allermeisten Fällen geholfen werden“, weiß Dr. Georg Bonnländer. Der Chefarzt für Anästhesie ist als ärztlicher Direktor mit vielen Kolleginnen und Kollegen am Asklepios Klinikum Bad Abbach dafür verantwortlich, dass Patienten weitgehend schmerzfrei sind und sich über den Erfolg der Ärzteschaft sehr zufrieden äußern. Beides sind Voraussetzungen, um das begehrte Zertifikat „Qualifizierte Schmerztherapie“ zu bekommen. Seit wenigen Tagen schmückt die Urkunde das Klinikum in Bad Abbach, das die Auszeichnung als erste Einrichtung in der gesamten Region erarbeitet hat.



„Eine Besonderheit des Zertifikats besteht darin, dass nicht nur Strukturen bewertet, sondern auch die Patienten gefragt werden“, betont Dr. Bonnländer. Nur wenn sich die Mehrzahl der Patienten positiv äußert, bekommt eine Klinik die Auszeichnung. In Bad Abbach bewerteten die Patienten, die konservativ, also ohne Operation, behandelt wurden, ihre Schmerztherapie auf der Schulnoten-Skala von 1 (sehr gut) bis 6 (sehr schlecht) im Durchschnitt mit 2,1. Diejenigen, die wegen einer Operation im Krankenhaus waren, vergaben im Schnitt sogar die Note 1,6.
„Die Prüfer von Certkom achten außerdem darauf, inwieweit Ärzte, Pflegepersonal, Physiotherapeuten und Psychologen im Kampf gegen die Schmerzen zusammenarbeiten“, erklärt Dr. Jürgen Drescher, Leitender Oberarzt für Anästhesie, der das Projekt am Klinikum koordiniert. Denn Schmerztherapie beschränke sich nicht allein darauf, Medikamente zu verabreichen. Auch Maßnahmen wie Krankengymnastik, Akupunktur oder Entspannungsübungen gehören dazu. „Eine effektive Schmerztherapie ist deshalb nur möglich, wenn alle Abteilungen an einem Strang ziehen.“ Am Asklepios Klinikum garantiert das eine eigene Arbeitsgruppe. Ihr gehören jeweils ein Arzt der Orthopädie, Rheumatologie und Anästhesie sowie Vertreter von Pflegedienstleitung, Psychologischem Dienst und Qualitätsmanagement des Klinikums an. „Im Zuge des Zertifizierungsverfahrens haben wir diese Arbeit mit Unterstützung der Geschäftsführung ausgebaut. In Kooperation mit allen Abteilungen des Hauses konnten wir so unsere schon vorher gute schmerztherapeutische Versorgung weiter verbessern“, so Dr. Drescher. Das Zertifikat gilt drei Jahre und kann dann nach wiederholter Prüfung erneuert werden.

Eine gute Schmerztherapie ist in deutschen Krankenhäusern keine Selbstverständlichkeit. Nach einer Befragung des Projekts „Schmerzfreies Krankenhaus“ aus dem Jahr 2006 leiden 80 Prozent der Patienten unter Schmerzen, die bei richtiger Behandlung vermieden werden könnten.
Dr. Bonnländer kennt das Problem: „Schmerzempfinden ist immer subjektiv. Wenn ein Arzt ein gebrochenes Bein operiert, sieht er hinterher auf dem Röntgenbild, ob es richtig zusammengewachsen ist.“ In der Schmerztherapie müsse er sich allein auf die Aussage des Betroffenen verlassen. „In unserer Klinik bitten wir jeden Patienten, seine Schmerzen auf einer Skala von eins bis zehn einzuordnen. Die Ergebnisse werden in die Patientenakte eingetragen wie die Blutdruck- und Blutwerte.“ So lasse sich genau kontrollieren, ob die Behandlung anschlägt und gegebenenfalls nachbessern. „Außerdem klären wir unsere Patienten darüber auf, dass sie sich bei starken Schmerzen sofort melden sollen, damit wir schnell helfen können.“
Schmerzen, die nach großen Operationen auftreten, lassen sich relativ einfach mit standardisierten Therapieprogrammen in den Griff bekommen. „Diese Beschwerden sind vorhersehbar und zeitlich auf wenige Tage beschränkt“, erklärt Dr. Bonnländer. Schwieriger werde es bei chronischen Schmerzen. „In unserer Klinik für Rheumatologie haben wir viele Patienten, die seit Jahren unter starken Schmerzen leiden“, so der Chefarzt. Oft sei es nicht möglich, die Beschwerden komplett abzustellen. „Aber wir können ein Niveau erreichen, mit dem der Patient leben kann und ihm in Zusammenarbeit mit Psychologen Strategien zur Schmerzbewältigung aufzeigen. Selbst in diesen Fällen gilt, dass niemand seinen Schmerzen hilflos ausgeliefert sein muss.“


Certkom e.V.
Der Verein Certkom wurde 2006 durch vier Gesellschaften gegründet: die Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (DGSS) e.V., die MEDICA Deutsche Gesellschaft für Interdisziplinäre Medizin e.V., die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) e.V. und den Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) e.V.

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