(openPR) Schulprojekt „Ständig unter Strom"
Laut Kinderschutzinitiative des Bundes besitzen bereits 84 Prozent der 12- bis 13-jährigen Kinder ein eigenes Mobiltelefon. Dr. Claus Tully vom Deutschen Jugendinstitut: „Jungen und Mädchen wachsen in einer mobilen Welt auf, sie kommunizieren über das Handy. Ohne das kleine Gerät fühlen sie sich sozial minderwertig.“ Eltern schätzen am Mobiltelefon, dass sie ihre Kinder jederzeit erreichen oder von ihnen einen Notruf erhalten können. Doch die Nachteile sind erheblich.
Kinder und Heranwachsende geben etwa die Hälfte ihres Taschengeldes für ihr Handy aus (laut Statistik rund 26 Euro im Monat). Damit werden sie gleichzeitig zu leicht erreichbaren Opfern von Gewaltvideos aus Handy-Kameras, Droh- oder Porno-Mails über SMS usw. Oft geraten persönliche Daten in fremde Hände. Auch gesundheitlich wirkt sich die permanente Strahlenbelastung auf den noch nicht entwickelten Organismus der Heranwachsenden aus. Baubiologe Stephan Streil stellte im Regionalverband Umweltberatung Nord in Zusammenarbeit mit dem Institut für Baubiologie in Neubeuern (IBN) das Schulprojekt „Ständig unter Strom?“ vor. Das Motto: Aufklärung. In Workshops an der Kooperativen Schule in Tonndorf lernten Kinder viel über den Alltagsgebrauch ihrer Handys: Ist Strahlung messbar? Geht Mobilfunkstrahlung durch den Körper? Wie viel Chemie steckt eigentlich im Handy? Und wie ungesund sind eigentlich die kleinen Geräte?
Tipps von Experten: Vor dem Kauf sollten Eltern und Kinder überlegen, welche Funktionen das Handy erfüllen soll. Dabei gilt: je weniger, desto besser. Der teure mobile Internetzugang und Sonderrufnummern sollten gesperrt sein. Kinder sollten früh vor Risiken gewarnt werden, mit fremden Teilnehmern zu chatten oder ihre Handydaten aus der Hand zu geben. Beim „Für und Wider“ zählt eindeutig die Regel: Mobiles Telefonieren ist kein Kinderspiel.
Lesen Sie mehr über das Wichtigste zum Thema „Handys für Kinder“ in Wohnung + Gesundheit, Herbst 2010, Seite 52











