(openPR) Anfang Dezember organisierte das Christliche Jugenddorfwerk Deutschlands e.V. (CJD – die Chancengeber) seine erste Bundesfachkonferenz zur Seniorenarbeit. Die Veranstaltung in Bonn ist ein deutliches Zeichen dafür, dass das CJD sein Engagement in diesem Angebotsbereich verstärken wird. Im Mittelpunkt der Fachkonferenz stand das Thema ‚Netzwerken – Verbindungen zwischen Jung und Alt stiften’.
Die Referentin Barbara Eifert vom Institut für Gerontologie an der Universität Dortmund brachte die Notwendigkeiten auf den Punkt: „Die Entwertungserfahrung der jungen und der alten Generation fördert eine gegenseitige Unterstützung: Generation Parkbank fördert Generation Praktikum und umgekehrt.“ Diesen Prozess will das CJD als eines der größten Bildungs- und Sozialwerke in Deutschland forcieren – und wird in drei Handlungsfeldern aktiv: Es will Ausbildungsangebote in der Seniorenarbeit schaffen, einen intergenerativen Dialog zwischen Jung und Alt ermöglichen sowie Serviceleistungen und Dienstleistungen für Senioren anbieten.
Im Bereich der Seniorenarbeit gibt es einen wachsenden Bedarf an Hilfstätigkeiten – beispielsweise Hol- und Bringdienste, Begleithilfen für Arztbesuche oder Einkaufstätigkeiten. Diese werden momentan entweder gar nicht oder von überqualifiziertem Personal erbracht. Hier sieht das CJD eine Chance, benachteiligten Jugendlichen zukunftsfähige Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten zu erschließen. „Wir wollen spezifische Ausbildungsinhalte, Ausbildungsgänge und Serviceleistungen für diese wachsende Nachfrage entwickeln“, erklärt Frank Paratsch, in der CJD Geschäftsleitung zuständig für den Fachbereich Seniorenarbeit.
Weiter will das CJD mehr Berührungspunkte zwischen Jung und Alt schaffen und dafür Sorge tragen, dass der Dialog zwischen den Generationen gelingt: „Das Miteinander der Generationen ist in unserer Gesellschaft nicht mehr selbstverständlich, Begegnungen zwischen Jung und Alt werden im Alltag immer weniger“, so Paratsch. Der intergenerative Dialog sei jedoch ein wichtiger Garant für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und einen funktionierenden Generationenvertrag. Hier brauche es neue Arrangements und Räume, die Begegnungen zwischen den Generationen ermöglichen und fördern. Bereits bestehende Angebote des CJD in dieser Richtung sind beispielsweise die fünf Mehrgenerationenhäuser in seiner Trägerschaft.
Bei den Serviceleistungen und Dienstleistungen für Senioren kann das CJD ebenfalls schon Erfahrungen vorweisen: Das CJD betreibt zum Beispiel Frisierstuben, öffentliche Kantinen sowie Gesundheitscenter, in denen Senioren als Kunden auftreten. „Unsere Angebote sind sehr stadtteilorientiert – deshalb werden sie von älteren Menschen gerne wahrgenommen“, betont Frank Paratsch. Auch diese sogenannten quartiersbezogenen Projekte wurden auf dieser ersten Bundesfachkonferenz des CJD thematisiert. Insbesondere die dialogfördernde Struktur der Tagung kam bei den Teilnehmenden gut an, die Rückmeldungen waren sehr positiv.








