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OFFENER BRIEF AN DEN RUNDEN TISCH GEGEN KINDESMISSBRAUCH ZUM ZWISCHENBERICHT

03.12.201008:35 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: OFFENER BRIEF AN DEN RUNDEN TISCH GEGEN KINDESMISSBRAUCH ZUM ZWISCHENBERICHT
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(openPR) gegen-missbrauch e.V. verfolgt aufmerksam die Entwicklung und die Ergebnisse des Runden Tisches gegen Kindesmissbrauch der Bundesregierung.

Bei dem nunmehr vorgelegten Zwischenbericht sehen wir uns gezwungen auf nach wie vor vorhandene Missstände aufmerksam zu machen. Aus dem Zwischenbericht geht hervor, wie künftig Prävention gestärkt werden soll, welche Unterstützung Betroffene erfahren, wie die Forschung vorangetrieben und finanziell unterstütz wird. Für kommende Generationen ist dies ein sicherlich guter Weg. Wo und wie wird aber die Ist-Situation widergespiegelt? Der Forschungsbericht weist es selbst sehr deutlich auf. So beschreibt die Kurzfassung des Zwischenberichts vom 25.11.2010 eine Inanspruchnahme der Anlaufstelle von insgesamt 8.200 Briefen und Anrufen. Dabei stehen aus Sicht der Betroffenen die Themen Beratung und Therapie an oberster Stelle.

In der Pressemitteilung vom 01.12.2010 berichtet Frau Schavan, dass 20 Millionen Euro für die Gesundheitsforschung bereit stünden. Was verbirgt sich hinter dem Begriff Gesundheitsforschung? Welche Ergebnisse wird diese Forschung liefern? Genauer, welchen Nutzen birgt sie für Betroffene, künftige und vor allem Betroffene von heute? Ferner gibt Frau Schavan bekannt, dass 10 Millionen Euro in die Bildungsforschung investiert wird. Wie aber wird in die unakzeptable Beratungssituation investiert? Wie wird das Therapieangebot für Betroffene sexuellen Missbrauchs angepasst, bzw. erweitert? Nach wie vor ist es die Ist-Situation die erheblichen Bedarf der Handlung erfordert.

Durch die Einrichtung der Hotline der Bundesregierung, kirchlicher Institutionen sowie durch die Kampagne „Schweigen brechen“ haben mehrere tausend Betroffene den Mut gefunden diesem Aufruf zu folgen. Betroffene trauten sich JETZT aus ihrem Schweigen herauszutreten und sie benötigen JETZT die Hilfe und Unterstützung! Wie sieht die Handlungsweise für diese Menschen aus? Hier und heute und in NAHER Zukunft?

Durch eine vermehrte Einbeziehung von Opferschutzverbänden hätte bereits im Vorfeld genau diese Situation berücksichtigt werden können und auch zeitnah Hilfepakete entwickelt. Viele Beratungsstellen müssen ihre Ressourcen für die Beschaffung von Fördergeldern oder den bürokratischen Verwaltungsakt einsetzen, statt wie eigentlich vorgesehen in die Beratung Betroffener. Die jetzige Situation kann diesen „Ansturm“ Betroffener, die ihr Schweigen brechen und aktiv Hilfe und Unterstützung suchen, nicht auffangen. Es gibt bedenklich wenig bis gar keine flächendeckenden Beratungsstellen für männliche Betroffene. Das Therapieangebot in Hinblick auf verfügbare stationäre Therapieplätze weist enorme Defizite auf. Ansprüche auf Opferentschädigung können oftmals nur erfolgreich geltend gemacht werden, wenn vorab Verurteilungen der Täter stattgefunden haben. Eine solche Verurteilung ist in vielen Fällen jedoch aufgrund der bisherigen Verjährungsfrist bzw. der lang zurückliegenden Übergriffe und deren geringen Beweischancen nicht möglich.

Der runde Tisch gegen Kindesmissbrauch setzt Ressourcen für die Zukunft frei. Doch die jetzige und vorangegangene Generation bleibt auf der Strecke!

Da wird der Gedanke laut: „ Wir hören jetzt, aber handeln für die jetzigen Opfer später“!

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