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Wie SAP von der Niederlage im Oracle-Prozess profitieren kann

01.12.201014:19 UhrIT, New Media & Software

(openPR) Schadenszahlungen, die das eigene Geschäft schützen

Aachen, 01.12.2010 - Satte 1,3 Mrd. $ muss SAP dem US-Rivalen Oracle wegen Urheberrechtsverletzung zahlen. Hintergrund ist, dass die SAP-Tochter TomorrowNow es gewagt hatte, Wartung für Oracle-Software anzubieten und sich dafür illegal Software-Codes beschafft hatte. Das Signal des Urteils ist unmissverständlich: Die Monopolstellung im Wartungssegment soll unangetastet bleiben, ansonsten drohen hohe Schadenszahlungen. So nützt das Urteil paradoxerweise auch dem Verlierer, SAP.



Bereits seit 2007 streiten sich Oracle und SAP um den Datenklau durch TomorrowNow. Diesen hat SAP ungewöhnlich schnell zugegeben und eine Entschädigung von rund 40 Mio. $ für angemessen erklärt, wohingegen Oracle zuletzt 1,7 Mrd. $ als Entschädigung verlangt hatte. Unstrittig ist, dass TomorrowNow bzw. SAP für die illegalen Handlungen zur Rechenschaft gezogen werden muss. Die Frage ist jedoch: Ist die gewaltige Summe von 1,3 Mrd. $ tatsächlich berechtigt, und wozu wurden die heruntergeladenen Dokumente überhaupt benötigt?

Denn allem Anschein nach hat SAP nicht sonderlich stark vom Diebstahl des geistigen Eigentums Oracles profitiert: TomorrowNow hatte einen Umsatz von lediglich knapp 16 Mio. $, und nur 86 Kunden konnte SAP Oracle abspenstig machen. Vor diesem Licht erscheint die Summe, die das US-Gericht festlegte, mehr als nur überzogen. "In diesem Prozess ging es jedoch nicht nur um die Vergangenheit, es betrifft vielmehr die Zukunft", wie Axel Susen, Geschäftsführer von susensoftware, erklärt. "Sowohl Oracle als auch SAP wollen vor Gericht klären, wie man legal die dominante Stellung beibehalten und missliebige Konkurrenz aus dem Wartungssektor vertreiben kann. Und da hat dieses Urteil eine deutliche Signalwirkung: Alle sollen verstehen, dass ein hohes Risiko beim "Berühren" fremder Software-Codes besteht."

Hersteller wollen ihr Revier verteidigen

Für diesen Zweck zahlt SAP sicherlich gerne eine beträchtliche Summe, hält man sich vor Augen, dass die Wartung die eigentliche Cash Cow eines jeden Software-Herstellers darstellt. Krisensicher und margenstark beschert sie bspw. SAP mittlerweile doppelt so hohe Umsätze wie der Lizenzverkauf: 2009 erzielte das Walldorfer Unternehmen laut Handelsblatt 2,61 Mrd. € Erlöse aus Lizenzen und 5,29 Mrd. € aus dem Wartungsgeschäft. Bei einer Wartungsmarge von 85%, wie sie SAP erreichen dürfte, liefen 4,5 Mrd. € direkt in die Ergebnisrechnung. "Ein solch lukratives Geschäft muss natürlich verteidigt werden", so Susen weiter. "On-Demand-Software, Drittwartung und der immer lauter werdende Ruf nach einem Einschreiten des Kartellamts scheinen von den Software-Giganten als Gefahr wahrgenommen zu werden. Einmalig eine überschaubare Strafe zu zahlen, kann paradoxerweise SAPs zukünftiges Geschäft absichern." Auch wenn ein Milliarden-Beitrag für diesen Zweck zwar sehr hoch erscheinen mag, wird die Summe "vermutlich jedoch - abseits von den Medien - in der ersten und vermutlich zweiten und dritten Berufung ordentlich beschnitten werden - wie so oft bei US-Klagezahlungen", wie David Gerginov von der gerginovMEDIAsolutions erläutert. Dementsprechend zeige sich SAP für diese Summe untypisch wenig besorgt, und auch die Börsen hätten zuletzt keine deutlichen Ausschläge zum Thema getätigt.

Der momentan einzige ernstzunehmende Konkurrent, das US-amerikanische Unternehmen Rimini Street, hat längst aus dem Konflikt gelernt und arbeitet auf sicherem Boden: auf der Kundeninstallation vor Ort. Der Quellcode, anhand dessen die Drittwartung vorgenommen wird, ist vom Kunden bezahlt und die Dienstleistung somit legal und sicher.

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