(openPR) Präsentationsveranstaltung am 19.November 2010 in Düsseldorf
„Werden Sie ein Geldverbesserer“, so lautet der Titel der neuen Kampagne, die die „Aktion Gemeinsinn“ in Düsseldorf der Öffentlichkeit vorstellte und jetzt anläuft. Deutschlands älteste Bürgerinitiative mit Sitz in Bonn ruft die Verbraucher in ihrer neuen Kampagne dazu auf, ihre Kaufentscheidung als politisches Instrument zu nutzen und damit zugleich Einfluss auf Produktionsweisen und Warenangebote zu nehmen.
„Im Mittelpunkt steht der Hauptdarsteller des Konsums, das Geld. Wir wollen zeigen, dass etwas sehr Gutes in ihm schlummert. Man muss es nur fördern.“ Der Werbefachmann Dirk Schumacher von der Agentur trio-healtforce präsentierte die Idee des Kampagnenmotivs. Unser Motiv, eine Euromünze mit Heiligenschein, signalisiert, dass vernünftig ausgegebenes Geld „die Welt verbessern kann“, so die Vorsitzende der Aktion Gemeinsinn, Dr. Cornelie Sonntag-Wolgast. Der Geschäftsführer Christian Wilmsen ergänzt: „Wir werben um kluge Konsumenten, die schadstoffarm und klimaschonend hergestellte Produkte verlangen“, wichtig sei auch, dass solche Erzeugnisse nicht unter ausbeuterischen Bedingungen hergestellt werden.
Anlässlich der Präsentation der Kampagne diskutierten hochrangige Experten aus Verbänden, Wissenschaft und Politik in einer Podiumsdiskussion Chancen und Schwierigkeiten, das Konsumentenverhalten in Deutschland zu beeinflussen. Es sei richtig, an die Klugheit und Macht des Konsumenten zu appellieren, darin waren sich Dr. Christian Grugel, Ministerialdirektor im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz , sowie Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, und Dr. Melanie Weber-Moritz vom Bundesverband „Die Verbraucher-Initiative“ einig.
Konsens bestand auch darin, das mehr Transparenz und strukturierte Informationen über Herkunft, Qualität und Produktionsbedingungen der Ware nötig seien. Prof. Michael-Burkhard Piorkowsky, Haushalt- und Konsumökonom an der Universität Bonn und wissenschaftlicher Berater der Aktion Gemeinsinn, sieht eine steigende Anzahl kritischer Verbraucher. Freilich klafften Bewusstsein und Kaufverhalten häufig noch weit auseinander. Kluge Konsumenten könnten als Multiplikatoren wirken und ihre Vorbildfunktion nutzen.
„Auch kleine Schritte zählen“, formulierte Prof. Piorkowsky.
Die „Aktion Gemeinsinn“ präsentiert mit Zeitungsanzeigen und öffentliche Appellen eine Broschüre, die in knapper und verständlicher Form in die Thematik einführt und den Konsumenten praktische Tipps für u.a. den Einkauf von Lebensmitteln, Kleidung und elektronischen Produkten liefert.













