(openPR) Nach 90 Spielminuten am vergangenen Samstagabend musste der FC Bayern München den Tatsachen ins Auge sehen. In der Liga stehen die Münchner derzeit nur auf Platz acht, vierzehn Punkte hinter Tabellenführer Borussia Dortmund. Ein Rückstand, den der FC Bayern zu diesem Zeitpunkt der Saison noch nie auf den Spitzenplatz hatte.
Der Präsident Franz Beckenbauer betitelte die bescheidene Leistung der Bayern gegen Bayer Leverkusen als „Kindergartenfußball“ und sogar der Sportdirektor Christian Nerlinger korrigierte die Saisonziele des Champions-League Finalisten aus der letzten Saison. "Wir müssen uns stabilisieren und Platz zwei oder drei anvisieren" erklärte ein enttäuschter Sportdirektor nach dem Spiel. Neben Christian Nerlinger glauben mittlerweile auch nur noch rund 25% der Deutschen, dass der FC Bayern es am Ende doch richten wird und die Schale in die bayrische Landeshauptstadt holen wird. Zu Beginn der Saison waren noch rund 60% der Meinung, dass die Mannschaft von Trainer van Gaal nicht zu stoppen sein würde.
Viele sehen die Probleme des FC Bayern in der langen Verletztenliste, denn durch das Fehlen von Mark van Bommel, Arjen Robben, Miroslav Klose und Ivica Olic mussten die Bayern in der laufenden Saison auf vier Leistungsträger verzichten. Andere wiederum sehen das Problem der Bayern in dem mangelnden Siegeswillen und in einer schlechten Einstellung. "Er hat sich bemüht, aber das war zu wenig" kritisierte Beckenbauer unter anderem die Leistung vom einst so vielversprechenden Franck Ribery. Fußball-Deutschland ist ebenfalls der Meinung, dass es den Bayern nicht an einer hervorragenden personellen Besetzung mangelt, denn nur rund 30% sind der Meinung, dass der Verein sich in der Winterpause weiter verstärken sollten – am Potenzial der Spieler kann es somit nicht liegen. Bedenkt man dazu, dass der FC Bayern München mit einem Marktwert von rund 290 Mio. Euro die teuerste Mannschaft der Bundesliga darstellt (Quelle: transfermarkt.de) und Borussia Dortmund mit einem Marktwert von gerade einmal 130 Mio. Euro das schafft, was sich der Branchenprimus zum Ziel setzten so bleibt neben der Frage der mangelnden Einstellung auch die Frage nach der Harmonie im Management des FC Bayern offen. Gerade im vergangenen Monat kam es immer wieder zu Streitigkeiten zwischen Trainer van Gaal und Manager Hoeneß. Rund 34% der Deutschen sind der Meinung, dass eine gute und harmonische Zusammenarbeit der Vereinsführung nicht mehr möglich sei. Auf der anderen Seite sind rund 37% der Meinung, dass die Streitigkeiten der Vergangenheit keinen Einfluss auf die zukünftigen Leistungen haben werden.
Egal woran die Krise der Bayern letztendlich festzumachen ist - Fakt ist, dass Spieler, Trainer und Management an einem Stang ziehen müssen, wenn die angestrebten Saisonziele noch erreicht werden sollen. Die Rückkehr von Arjen Robben im Januar und die bevorstehende Rückkehr von Kapitän Mark van Bommel stellen für die geplante Aufholjagt zwei Lichtblicke dar und auch die Hoffnung, dass der Spitzenreiter aus Dortmund es mit den Nerven zu tun bekommt ist insgeheim sicherlich präsent.









