(openPR) Die Singakademie Stuttgart wurde im Jahr 2002 als Projektchor gegründet und ist seit 2009 ein festes Ensemble mit einer regen Konzerttätigkeit. Das Ensemble setzt sich aus etwa 40 jungen ambitionierten Sängerinnen und Sängern aus dem süddeutschen Raum zusammen. Im Jahr 2010 führte die erste Gastspielreise das Ensemble nach Südengland, mit einem Abschlusskonzert in der Kathedrale von Canterbury.
Besonderes Augenmerk wird auf eine authentische Interpretation der Werke und eine abwechslungsreiche Auswahl aus allen Epochen gelegt. Neben anspruchsvoller a-cappella-Literatur kommen auch verstärkt Werke mit Orchester zur Aufführung.
Stefan Weible, 1975 in Stuttgart geboren, begann seine musikalische Laufbahn bei den Stuttgarter Hymnus-Chorknaben. Er studierte an der Hochschule für Musik Mannheim im Hauptfach Gesang. Seine dirigentische Ausbildung an der Musikhochschule ergänzte er durch Unterricht in Chorleitung bei Manfred Schreier und Frieder Bernius. Seine Begeisterung für die Chormusik führte ihn in professionelle Ensembles, wie den Kammerchor Stuttgart (Frieder Bernius), die Rheinische Kantorei (Hermann Max) und den Deutschen Kammerchor. Erfahrungen im Umgang mit zeitgenössischer Musik erwarb er als Mitglied der Neuen Vokalsolisten Stuttgart. Seit 2009 lehrt Stefan Weible Chorleitung und Gesang an der Pädagogischen Hochschule Freiburg.
28.11.2010, 19:00 Uhr
St. Johannes der Täufer, Marienstrasse 3, 71229 Leonberg
Giovanni Battista Pergolesi (1710-1736)
Missa Romana
Charles Villiers Stanford (1852-1924)
Magnificat
Johannes Brahms (1833 - 1897)
Fest- und Gedenksprüche
Der Eintritt beträgt 10,- € (ermäßigt 7,- €).
Zum Programm:
Das zentrale Werk in diesem Konzert wird die Missa Romana von Giovanni Battista Pergolesi (1710-1736) sein. Trotz oder gerade wegen seiner sehr kurzen
Schaffenszeit, die er überwiegend in Neapel und Rom verbrachte, war Pergolesi in der Mitte des 18. Jahrhunderts geradezu ein Star. Sein Werk bestand hierbei vor allem aus Opern und Kirchenmusik. Letztere erhielt einen deutlichen
Einschlag aus dem Opernfach, weshalb Pergolesi als richtungsweisend beim
Übergang vom Spätbarock zum in der zweiten Jahrhunderthälfte des 18.
Jahrhunderts vorherrschenden "empfindsamen Stil" gilt. Das erst kurz vor seinem Tod vollendete Stabat Mater war sogar das im 18. Jahrhundert meistgedruckteEinzelwerk. Durch diesen hohen Bekanntheitsgrad wurden Pergolesi allerdingsauch einige Werke zugeschrieben, die er gar nicht komponierte.
Die Missa Romana in F-Dur wurde am 16. Mai 1734 in Rom uraufgeführt. Die
Messe vertont zwar nur das Kyrie und das Gloria, dies allerdings in
ausgesprochen spannender Weise. Mal doppelchörig monumental, mal arienartig als Solosatz. Begleitet wird die Messe von Orchester und Basso Continuo.
Charles Villiers Stanford (1852-1924) war ein irisch-stämmiger Komponist, der nach seinen Studien in Cambridge, Berlin und Hamburg Kompositionslehrer und Orchesterleiter an der Royal College of Music in London, später auch Professor in Cambridge war. In seinen Kompositionen spiegeln sich irisch-nationale, aber auch kontinental-spätromatische Elemente wieder. Gemeinsam mit Edward Elgar und Hubert Parry steht Stanford für die Erneuerung der englischen Musik gegen Endedes 19. Jahrhunderts.
Das Magnificat Op. 164 für 2 Chöre wurde 1918 komponiert und war die letzte von mehreren Magnificat-Kompositionen Stanfords - und die einzige in lateinischer
Sprache.
Johannes Brahms (1833-1897) gehört der spätromantischen Epoche an, wurde aber im Gegensatz von z. B. Richard Wagner stark von den alten Meistern und der Wiener Klassik geprägt und war damit Gegenspieler zur Neudeutschen Schule.
Durch den zusätzlichen Einfluss des Volkslieds, mit dem er sich zeitlebens als
Sammler und Bearbeiter beschäftigt hat, entstand damit der unverkennbare
"Brahms-Stil", der ihn zu einem der bedeutendsten Komponisten des 19.
Jahrhunderts gemacht hat.
Die Fest- und Gedenksprüche widmete Brahms dem Bürgermeister seiner
Geburtsstadt Hamburg als Dank für die 1889 verliehene Ehrenbürgerschaft.
Weitere Informationen: http://www.singakademie-stuttgart.de











