(openPR) Hör- und sehbehinderte Mütter und Kinder brauchen besondere Hilfen, wenn sie sich in einer neuen Umgebung problemlos und sicher bewegen wollen. Damit sie von den Angeboten der gesetzlichen Müttergenesung nicht ausgeschlossen werden, hat sich die Katholische Arbeitsgemeinschaft (KAG) Müttergenesung auf ihre Bedürfnisse eingestellt. „Körperliche und seelische Überlastungen können alle Mütter betreffen, auch Frauen mit Hör- oder Sehbehinderung. Damit auch sie die Vorsorge- und Reha-Angebote nutzen können, müssen wir Rahmenbedingungen schaffen, die Sicherheit geben“, erklärt Margot Jäger, Bundesgeschäftsführerin der KAG Müttergenesung.
Die Erfahrung der Beraterinnen in den über 400 Beratungsstellen der KAG zeigt, dass es für hör- und sehbehinderte Mütter besonders wichtig ist, sich schnell und sicher in der neuen Umgebung einer Klinik orientieren zu können. Nur dann wagen sie den Schritt zu einer Mutter-Kind- oder Mütter-Maßnahme. In der Klinik St. Ursula in Winterberg ermöglichen beispielsweise technische Hilfsmittel und geschultes Personal, dass die regulären Angebote hör- und sehbehinderten Frauen und Kinder offen stehen.
In St. Ursula weisen unter anderem Schilder in Blindenschrift und eine akustische Ansage im Fahrstuhl sehbehinderten Müttern den Weg. Auch die Beleuchtung im Treppenhaus und im Wohnbereich wurde so eingestellt, dass Treppenabsätze für jeden deutlich zu erkennen sind. In den Apartments erleichtern zudem Licht- und Vibrationswecker, Babyrufsender und Türklingelsender den Alltag in der Klinik. „Unser Ziel ist es, dass sich hör- und sehbehinderte Frauen und Kindern schnell sicher fühlen, damit sie sich so selbstverständlich wie in den eigenen vier Wänden bewegen können“, so Ute Braun, Geschäftsführerin der KAG-Klinik St. Ursula. Dies sei Grundvoraussetzungen für den gesundheitlichen Erfolg der Maßnahme, berichtet Braun weiter.
Neben den technischen Hilfsmitteln vermittelt vor allem das geschulte Personal den Patientinnen mit Hör- und Sehbehinderung ein sicheres Gefühl. Die Mitarbeiter haben gelernt, wie sie einen Sehbehinderten führen und auf welche Hindernisse sie aufmerksam machen müssen. Viele hörbehinderte Mütter und Kinder lesen bei Unterhaltungen von den Lippen ab. Auch darauf ist das Klinikpersonal eingestellt. Einige Mitarbeiter beherrschen zudem die Gebärdensprache. „Nur, wenn die Mütter ihre Kinder in guten Händen wissen, kommen sie selbst zur Ruhe und können von dem Aufenthalt in unserer Klinik profitieren“, sagt Ute Braun. Sie rät betroffenen Frauen und Müttern, sich am Service-Telefon der KAG beraten zu lassen. Die Beraterinnen helfen bei der Antragstellung für eine Kur und geben weitere Tipps zur Wahl der richtigen Klinik. Das Service-Telefon der KAG Müttergenesung ist unter der Nummer 0180/ 140 0 140 (3,9 Cent pro Minute) zu erreichen.









