(openPR) Beratungspraxis für Frauen in Köln-Junkersdorf bietet u.a. „Coaching & Café“
Die zur Zeit geführte Debatte zwischen der Familienministerin Schröder und der Vorreiterin der Frauenbewegung Alice Schwarzer über die Sinnhaftigkeit von Frauenquoten und Emanzipation wird von vielen Frauen mit großem Interesse verfolgt. Vor allem von jenen, die ihrerseits Frauen professionell beraten. „In der individuellen Beratung einer Frau wird selten auf die Frauenquote oder die Emanzipation konkret abgestellt. Frauen kommen in die Beratung, weil sie vor allem Klarheit über ihren eigenen, ganz persönlichen Weg finden wollen“, sagt Petra Dropmann. Sie ist Supervisorin, Coach und Rechtsanwältin und hat vor Kurzem neue Beratungsräume in Köln-Junkersdorf bezogen.
Dennoch ist diese gesellschaftliche Diskussion um die Gleichberechtigung auf dem Arbeitsmarkt ein ganz wichtiger Aspekt für die Beratung. „Leider zögern Frauen oft, ihre beruflichen Wünsche und Ideen in die Tat umzusetzen. Dies liegt zum Einen an den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten - auch wenn Ministerin Schröder das vielleicht anders sieht. Ich sehe hier immer noch hohen Handlungsbedarf, damit Frauen die gleichen Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben.“
Doch gibt es auch einen ganz individuellen Aspekt, warum sich viele Frauen auf dem Arbeitsmarkt schwer tun: „Viele Frauen unterschätzen sich. Sie stecken in einem inneren Hamsterrad, wenn es um Themen wie Wiedereinstieg in den Beruf, Karriereplanung oder Existenzgründung geht“, weiß Petra Dropmann und ergänzt: „Frauen haben heute ein hohes berufliches Potential. Und sie haben gleichzeitig immer noch eine Menge zu stemmen: Kinder, Haushalt und eventuell noch die Eltern. Dass Kompetenz nicht weniger wird, wenn sie mal eine Zeit wegen Kindererziehung aussetzen, ist als Botschaft aber leider noch nicht überall angekommen: bei vielen Unternehmen nicht, in der Politik häufig nicht und bei den Frauen selber nicht. Meines Erachtens geht der Gesellschaft eine Menge Kompetenz verloren, wenn Frauen nicht wieder arbeiten, ihre Ideen nicht auf den Markt bringen oder nicht gemäß ihren Qualifikationen befördert werden und in Führungspositionen gehen.“ Daher geht es der Beraterin vor allem darum, Frauen in ihren Kompetenzen zu stärken.
In Einzelcoachings oder Gruppensupervisionen können Frauen an ihren Kompetenzen, an ihren Zielen und Wünschen arbeiten. „Zu mir kommen Frauen, deren Themen z.B. Wiedereinstieg in den Beruf, Existenzgründung, Übernahme von Führungsaufgaben, Bewältigung bestehender beruflicher und persönlicher Belastungen, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind“, erläutert die Beraterin. Die Mutter von drei Kindern hat in mehr als 25 Jahren Berufstätigkeit Einiges ausprobiert, um Familie und Job miteinander zu vereinbaren.
Um den ersten Schritt in eine professionelle Beleuchtung der eigenen Möglichkeiten zu erleichtern, hat Petra Dropmann mit der regelmäßig stattfindenden Veranstaltungsreihe „Coaching & Café“ ein Angebot im Programm, in welchem sich frau (und man) bei einer Tasse Kaffee ganz unkompliziert und entspannt über Coaching und Supervision informieren kann.
Ist die Quote denn nun für die Frauen wichtig oder überholt und daher eher kontraproduktiv? „Allein die Diskussion um die Quote ist schon wichtig. Denn sie zeigt, dass diese Frage mit vielen Emotionen besetzt ist. Was auch immer am Ende tatsächlich dabei rauskommt: Die Diskussion führt zu einer weiteren notwendigen gesellschaftlichen Bewegung“, ist Petra Dropmann überzeugt, die sich in verschiedenen Netzwerken und Verbänden für die beruflichen Interessen von Frauen engagiert. „Frauen haben eine Menge Potential, sie müssen nur an sich glauben, sich vernetzen und loslegen. Das braucht Zeit und viele Impulse.“








