(openPR) Durch Wärmedämmung und neue Heizungstechnik hat der Landkreis Friesland seit 1999 an seinen Schulen rund 7755 Tonnen klimaschädliches CO2 gespart – und mehr als 1,4 Millionen Euro an Gas- und Stromkosten. Künftig will der Kreis alle Dächer seiner Gebäude für Solaranlagen anbieten.
Jever – Gelohnt hat sich das millionenschwere Schulsanierungs-Programm des Landkreises nicht nur für Schülerinnen und Schüler, die in modernen Gebäuden lernen: Wärmedämmung und neue Heiztechnik haben bereits jetzt deutlich das Klima und die öffentlichen Finanzen geschont. Das zeigt der zweite Energiebericht des Landkreises, den das Gebäudemanagement jetzt dem Bauausschuss des Kreistages vorgestellt hat. Allein 7456 Tonnen CO2 sind demnach weniger angefallen durch den sinkenden Gasverbrauch an den weiterführenden Schulen in Friesland. Zum Vergleich: Jeder Deutsche sorgt durch Heizen, Autofahren, Einkaufen und Anderes für rund zehn Tonnen CO2-Emissionen im Jahr.
Seit 1999, so der Bericht, haben alle Schulen in Trägerschaft des Kreises zusammen mehr als 34 Millionen Kilowattstunden an Erdgas eingespart. Und das, obwohl sich durch Anbauten und Erweiterungen wie zum Beispiel die neuen Mensen die Gesamtfläche der Schulgebäude um 2800 Quadratmeter vergrößert hat. Mehr Fläche, aber weniger Heizkosten – das geht nur durch effiziente Wärmedämmung, die bei allen Sanierungsprojekten eine der Kernaufgaben war. Auch beim Stromverbrauch ist der bis 2006 steigende Trend gebrochen – trotz der wachsenden Zahl von Computern in den Schulen und trotz des Ganztagsbetriebes liegt der gesamte Stromverbrauch von 2009 schon um 326.000 Kilowattstunden unter dem von 2006. Insgesamt sind so in diesen drei Jahren 299 Tonnen CO2-Emissionen vermieden worden. Auch hier sind Investitionen des Landkreises in sparsame Anlagen die Ursache: Neue Heizungs- und Lüftungstechnik oder auch neue Beleuchtung sorgt in den Schulen für einen sinkenden Verbrauch. „Diese Erfolge sind für uns ein Ansporn, jetzt nicht stehenzubleiben sondern diesen guten Stand möglichst auszubauen“, so Schulamtsleiter Stefan Thöle.
Außerdem stehe nicht nur die Menge, sondern auch die Quelle der Energie im Blick der Kreisverwaltung, so Thöle. Bei allen Gebäuden werde geprüft, ob regenerative Energien sinnvoll genutzt werden könnten. Deshalb habe die Verwaltung jetzt sämtliche geeigneten Dächer der kreiseigenen Gebäude – vor allem die der Schulen – öffentlich für Solaranlagen ausgeschrieben. Das bedeutet: Wer eine Fläche für eine Solaranlage sucht (im Blickpunkt sind hier vor allem Bürgerprojekte, aber auch andere Interessierte), kann eine Dachfläche vom Landkreis gegen Pacht mit dieser Anlage bestücken.
Damit will der Kreis den Einsatz erneuerbarer Energien in Friesland weiter voranbringen, im Einklang mit seinem Klimaschutzkonzept, das derzeit erstellt und am 25. November erstmals öffentlich präsentiert wird. Schon zuvor lag ein großes Augenmerk der Verwaltung auf dem Einsatz regenerativer Energien. So sind die Dächer des Kreisamtes und des Jobcenters in Jever bereits mit Solaranlagen ausgestattet, eine solche Anlage findet sich auch bei der BBS Jever und wird in diesem Jahr für rund 70.000 Euro neu bei der Haupt- und Realschule Bockhorn eingerichtet. An der Pestalozzischule in Varel erzeugt ein Mini-Blockheizkraftwerk gleichzeitig Strom und Wärme, und künftig soll die Sporthalle der Haupt- und Realschule Arngaster Straße in Varel durch Energie aus einer Biogasanlage beheizt werden. Hier würde der Kreis bis zu 50 Prozent an Energiekosten sparen.










