(openPR) In einer repräsentativen Untersuchung überprüfte das Hamburger Beratungsunternehmen DR. STEINRÖX die Effizienz von 100 deutschen Tourismus-Einrichtungen.
Im Rahmen der Studie wurde ausgewertet, wie kommunale Tourismusmarketing-Gesellschaften konkrete Buchungsanfragen von Einzelreisenden und Reisegruppen beantworteten. Das Ergebnis überraschte selbst die Tourismus-Experten: gut 1/3 der Anfragen wurden überhaupt nicht beantwortet, auf ein weiteres Drittel der konkreten Antworten wurde nur mit unvollständigen Informationen oder allgemeinen Prospekte reagiert.
Das eigene Ziel, über personal- und kostenintensive Aktivitäten mehr Übernachtungen zu akquirieren, wurde in den meisten Fällen also nicht erreicht.
Was sind die Ursachen? „Die Realitäten des Tourismus-Marktes sind vielen kommunalen Tourismusagenturen schlicht unbekannt“, fasst Dr. Steinröx die Ergebnis der Studie zusammen. „Tourismus-Marketing wird oft als letzte Chance angesehen, mit geringem Aufwand den eigenen Standort aufzuwerten – die Akteure vor Ort haben aber meist keine Vorstellung davon, wie Tourismus heute funktioniert. So wird immer noch wie in den 60er Jahren versucht, mit Prospekten oder Messeständen Urlaubsgäste anzulocken. Das ist heute aber weder für Einzelreisende noch für Reiseveranstalter interessant. So bieten professionelle online-Buchungssystem inzwischen einen Buchungs- und Informationsservice, der lokale Insellösungen nicht mehr zulässt. Die Absicht z.B. Schleswig-Holsteins, sich wieder von der eigenen Tourismusmarketing-Gesellschaft zu trennen, ist daher nur konsequent.“
„Die Hoffnung, Gäste würden nur deshalb nicht kommen, weil sie das örtliche Angebot nicht kennen, ist selten zutreffend – meist ist das Gegenteil der Fall“, so die Hamburger Berater. Die Empfehlung lautet daher, den Hebel an der Qualität des örtlichen Hotel- und Restaurantangebotes anzusetzen. Erst wenn die Qualität stimmt, sollte über mehr Werbung nachgedacht werden.









