(openPR) Nur wenige Museen sind fit für den Kulturtourismus
Nur jedes 5. Museum in Deutschland schafft es, mehr als 10% auswärtige Besucher anzuziehen. Dies zeigt die soeben abgeschlossene Studie „Kultur-Tourismus-Research 2006“ des Hamburger Beratungsunternehmens Dr. Steinröx. Dabei handelt es sich meist nicht die großen Häuser, sondern eher um aktive Privatmuseen und Stiftungen. Bei Ihnen steht nicht „Sammeln und Bewahren“, sondern der Besucherservice im Vordergrund.
Kulturtourismus in Deutschland – bislang noch nicht erforscht
Der Kulturtourismus in Deutschland war bislang noch nicht auf dem Prüfstand. Erst mit Vorliegen der Studie „Kultur-Tourismus-Research 2006“ des Hamburger Beratungsunternehmens Dr. Steinröx kann auf Fakten zurückgegriffen werden. Im Rahmen dieser Untersuchung wurden über 100 Kultur- und Freizeiteinrichtungen mit insgesamt über 11 Millionen Besuchern im Jahr 2005, Reiseveranstalter und Reiseunternehmen nach ihren Erfahrungen befragt.
Wenig Flexibilität bei den Anbietern
Die Ergebnisse zeigen zwar die Richtigkeit kulturtouristischer Strategien, fallen aber teilweise auch ausgesprochen ernüchternd aus. „Gerade öffentliche Einrichtungen oder kommunale Fremdenverkehrsämter tun sich schwer mit der Vermarktung“, so Manfred Steinröx, Verfasser der Studie. Reiseveranstalter beklagen häufig die mangelnde Flexibilität von Kultureinrichtungen. Die Angebote scheinen oft mehr an den Interessen der Museumsleiter, als an denen der Besucher ausgerichtet zu sein. Mehr Flexibilität bei den Öffnungszeiten, Führungen, die besser auf die Interessen der Besucher eingehen, stehen daher weit oben auf der Veranstalter-Wunschliste.
Besucherservice hat oft nur geringe Bedeutung
Zu selten noch schnüren Kultureinrichtungen für ihre Gäste attraktive Angebots-Pakete. Müssen Eintritte, Essen und Übernachtung selbst organisiert werden, sinkt das Interesse von Gästen und Veranstaltern. Private Anbieter sind hier deutlich aktiver – und erfolgreicher. Vereinzelt meldeten Kultureinrichtungen bis über 30% Anteile von Reisegruppen an ihren Besucherzahlen. Bei einer deutlich höheren Ausgabebereitschaft für Essen, Trinken oder Souvenirs aus den Museums-Shops ein starkes Plus für aktive Häuser.
Regionen profitieren von aktiven Kultureinrichtungen
Vor allem aktive private Museen und Freizeiteinrichtungen profitieren massiv von Tagestouristen und Urlaubern. Erfolgreiche Akteure erwarten, dass sich dieser Trend auch in den nächsten Jahren fortsetzen wird. Der Trend zu Kurzurlauben und die Altersentwicklung der Bevölkerung sind hierfür positive Rahmenbedingungen.
Aus Sicht der Berater
Der Rat der Berater: Museen sollten ihre Angebote stärker Brille von Urlaubern und Veranstaltern sehen. Attraktiv ist, was den Erwartungen der Besucher entspricht. Nur so können aus den Kulturangeboten von Städten und Regionen attraktive Angebote entwickelt und mit Hilfe zeitgemäßer Marketing-Instrumentarien erfolgreich angeboten werden.








