(openPR) (Düsseldorf - 08.11.2010) Anlässlich des alljährlichen Anti-Whaling-Day fanden sich am vergangenen Freitag rund 60 Demonstranten vor dem Japanischen Generalkonsulat in Düsseldorf ein, um gegen den japanischen Walfang zu prostestieren; zeitgleich zu Aktionen in über 60 anderen Ländern.
Jedes Jahr tötet die japanische Walfangflotte im Südpolarmeer rund 1.000 Wale - angeblich im Namen der Wissenschaft. Tatsächlich landet das Walfleisch in den Supermärkten und Restaurants in Japan. Die Flotte wird in den nächsten Wochen wieder auslaufen.
Für die Küstenregionen Japans liegt die von der Regierung abgesegnete Fangquote auf Delfine und andere Kleinwale bei rund 23.000 Meeressäugern.
Proteste der westlichen Regierungen gegen das unzeitgemäße Abschlachten der Wale und Delfine erzeugen bei der japanischen Regierung keine Reaktionen - man beruft sich auf Traditionen und will in Ruhe gelassen werden.
Das aber gerade tun die Wal- und Delfinschützer nicht. Seit Jahren protestieren sie vor den Regierungsvertretungen Japans. So auch jetzt in Düsseldorf.
Das deutsche Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) mit seinem Chef Jürgen Ortmüller wollte neben den periodischen Protesten einen Schritt weitergehen und beantragte beim Düsseldorfer Generalkonsul Kiyoshi Koinuma einen Gesprächtermin anlässlich der angemeldeten Protestaktion am vergangenen Freitag.
Aber es galt Schweigepflicht. Ortmüller stieß schon an der Gegensprechanlage auf Granit. "Kein Mitarbeiter des Konsulats darf mit Ihnen sprechen", antwortete eine zarte japanische Stimme aus dem Lautsprecher und unterbrach die Verbindung. Ein japanischer Sicherheitsbeamter hörte sich die Hinweise der Protestler auf der Straße an - aber auch er war stumm wir ein Fisch. Er darf nicht reden, gab er zu verstehen.
Dabei wollte Ortmüller, der das WDSF gegründet hat und dort ehrenamtlich tätig ist, nur zwischen den Interessen der Demonstranten und dem japanischen Regierungsvertreter vermitteln. In Berlin gelang ihm das in der japanischen Botschaft anlässlich von Demonstrationen bereits zweimal. Inzwischen ist man zugeknöpft.
Ortmüller, im Hauptberuf Steuerberater/Steuerstrafverteidiger, will jetzt die japanischen Wirtschaftsbetriebe in Deutschland um Stellungnahme bitten - entweder für oder gegen den Walfang. Zusammen mit der Gotec Gorschlüter Group, einer international vertretenen Firma, und ihrem Geschäftsführer Lars Gorschlüter wollen die beiden mit den Organisationen WDSF und ProWal wirtschaftlichen Druck auf Japan ausüben.
"Man muss den japanischen Betrieben in Deutschland offenbar den Wurstzipfel vor der Nase abschneiden, damit die japanische Regierung wach wird", meint Ortmüller. Da die Organisationen WDSF und ProWal ebenso wie die Firma Gotec Mitglieder der Industrie- und Handelskammer (IHK) sind, wollen sie sich dort auf der Suche nach gleichgesinnten Wirtschaftsbetrieben machen.











