(openPR) Von rund 140.000 ermittelten Tatverdächtigen in Berlin im Jahr 2009 waren etwa 31.000 Tatverdächtige unter 21 Jahren. (Quelle: Polizeipräsident in Berlin, Jahresbericht 2009)
Das staatliche Angebot für eine umfassende Betreuung und Resozialisierung dieser jungen Straftäter reicht oftmals nicht aus oder geht an deren Bedürfnissen vorbei. Häufig sind jugendliche Straftäter früher selbst Opfer gewesen, wurden geschlagen, bedroht, abgeschoben oder sexuell missbraucht. „Ein Jugendlicher wurde vor einem Jahr brutal von seinen Freunden zusammengeschlagen, das gipfelte beinahe in einem Bordstein-Kick, der meist tödlich endet. Er überlebte, schwor sich aber, nie wieder Opfer zu sein, also wurde er zum Täter“, erklärt Diplom-Sozialpädagogin Melina Macho-Boldt.
Aus dieser Erfahrung heraus gründete sie vor einem Jahr mit sieben weiteren Engagierten Ausgleich e.V. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht traumatisierten Jugendlichen zu helfen, egal ob sie Opfer oder Täter sind. Schließlich geht es darum, den Kreislauf der Gewalt, der Opfer zu Tätern werden lässt zu durchbrechen „Wenn wir den Tätern helfen, können wir lang-fristig neue Opfer verhindern“, erklärt Melina Macho-Boldt.
Der Verein kümmert sich intensiv um diese Jugendlichen mittels sozial-pädagogischer Beratung und Traumatherapie. Diese neue Therapieform stammt aus Amerika und hilft sehr schnell und effektiv unverarbeitete Traumata zu lösen. „Schläge oder Missbrauch führen zu einem Art Schockzustand, die Emotionen in diesem Moment können nicht verarbeitet werden und langfristig zu Aggressionen gegen sich selbst aber auch gegen andere führen“, erklärt Melina Macho-Boldt.
Mittels Gesprächen und gezieltem Aggressionsabbau lernt der Jugendliche mit seinen Gefühlen umzugehen und sie zu kontrollieren. „Außerdem erlernt der Jugendliche neue Verhaltensmuster schlägt etwa nicht gleich wieder zu, wenn ihm etwas nicht passt oder er sich angegriffen fühlt“, sagt Melina Macho-Boldt. Im nächsten Schritt wird dem Jugendlichen bei der Bewältigung seines Alltags geholfen, etwa bei der Suche nach einer Arbeitsstelle oder
einem Ausbildungsplatz.
Ausgleich e.V. ist ein mildtätiger Verein mit Sitz in Berlin. Initiiert wurde er von Melina Macho-Boldt, die seit zehn Jahren als Sozialpädagogin arbeitet, davon seit fünf Jahren mit traumatisierten Jugendlichen. Sie hat bereits mit zahlreichen Problemfällen gearbeitet. „Ich war selbst erstaunt, wie gut die Jugendlichen die traumatherapeutische Hilfe aufgenommen haben. Sie haben mit dieser Methode ein Werkzeug in die Hand bekommen, mit der sie tatsächlich ihre Altlasten aufarbeiten können. Ein Jugendlicher hat inzwischen seinen Ausbildungsplatz gefunden und seine erste feste Freundin.“
Wenn Sie mehr über Ausgleich e.V. wissen möchten, wenden Sie sich bitte an Melina Macho-Boldt, Telefon: 030-290 36 594
Unseren neuen Imagefilm sehen Sie auf www.ausgleich-ev.org
und auf www.ihre-gesundheit.tv/social-info/ausgleich-e-v/






