(openPR) Thema: Hartz IV / Bundesagentur für Arbeit
Datum: 22. 05. 2005
Vom impotenten Amt zur omnipotenten Agentur
Laut "Bild am Sonntag" plant die Bundesagentur für Arbeit eine weitgehende Befragung von ALG-II-Empfängern.
Dazu erklärt Petra Pau, Mitglied im Innenausschuss.
Die Bundesagentur soll bezahlte Arbeit vermitteln und nicht persönliche Daten ermitteln. So meint die naive Theorie. Die harte Praxis ist anders. Die Behörde wandelt sich - von einem impotenten Arbeitsamt zu einer omnipotenten Datenagentur.
Nach Angaben der "Bild am Sonntag" sollen durch die Agentur für Arbeit - über die obligatorischen Fragebögen hinaus - "alle Daten des sozialen Geflechts" von Arbeitslosen erfragt werden.
Dazu gehörten "Familienkonstellation, Freundschaften, Nachbarschaftskontakte, Vereinszugehörigkeit, Wohnsituation", sowie der "gesundheitliche Zustand, regelmäßige Arztbesuche und Krankenhausaufenthalte".
Doch Vorsicht:
Das Problem ist nicht die Agentur, sondern Hartz IV und die gesamte "Agenda 2010". Sie ist der Gegenentwurf zu einem modernen, sozialen Bürgerrechtsstaat.
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