(openPR) "Wir befinden uns im 21. Jhd. n. Chr. Ganz Deutschland ist von bürgerfremden Berufspolitikern besetzt. Ganz Deutschland?
Nein, ein von unbeugsamen Badenern bevölkertes Städtchen hört nicht auf, den Meinungsmachern Widerstand zu leisten.
Die fröhlichen und rauflustigen Badener fürchten sich eigentlich nur vor einem - dass Ihnen der Himmel auf den Kopf fällt...."
73.978 Menschen unterzeichnen die ePetition mit dem Thema „Einhaltung der Verträge zur Abschaltung der Atomkraftwerke bis zum Jahr 2023“ von Jörg Zwosta Vorstand der Mittelbadischen Energiegenossenschaft eG (MEG), ehemaliger Bürgermeister von Baden-Baden und heute noch CDU Mitglied.
„Mit dieser Zustimmungswelle hatten wir nicht gerechnet“ sagt Jörg Zwosta, der sich über das Ergebnis sichtlich freut. Wir haben die Deutschen mit unserem Aufruf erreicht und scheinbar gibt es viele Menschen, die der gleichen Meinung sind.
Schon als die MEG 2008 gemeinsam mit 16 Baden-Badener BürgerInnen gegründet wurde – hatte sie das Ziel Mittelbaden zu 100% mit den erneuerbaren heimischen Energien wie Wind, Wasserkraft, Sonnenenergie, Geothermie und Biomasse zu versorgen. Diese Idee hat in der Zwischenzeit viele Unterstützer gefunden.
Wer das Thema Klimaschutz ernst nehmen will, muss den Umbau der Energiewirtschaft mit Nachdruck vorantreiben. Die Zukunft liegt bei den erneuerbaren Energien. Atomkraft ist keine Brücke, sondern eine Sackgasse. Wir wollen Wettbewerb am Strommarkt, statt Marktübermacht einzelner Großkonzerne. Wir wollen zukunftssichere Arbeitsplätze und Wertschöpfung in den Regionen durch den Rückgriff auf die regenerativen Energieträger.
FLEXIBEL
Die wetterabhängigen Stromeinspeisungen von Strom aus Wind und Sonne erfordern einen flexiblen Kraftwerkspark, der sich anpassen kann. Das können jetzt die fossilen Kraftwerke nicht leisten, weshalb schon heute überflüssiger Atom – und Kohlestrom ins Ausland abgegeben wird.
Statt den relativ unflexiblen AKWs brauchen wir mehr flexible Gaskraftwerke und den Ausbau der dezentralen Kraft-Wärme-Kopplung. Wir brauchen ein leistungsfähiges Stromtransportnetz, neue Speichertechnologien und ein intelligentes Lastmanagement von Stromerzeugern und Stromverbrauchern, um einen raschen Umstieg auf erneuerbare Energieträger zu schaffen.
Mit der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) könnten wir gleichzeitig Strom und Heizwärme produzieren - und dadurch vergleichsweise weniger CO2. Doch davon gibt es in Deutschland noch nicht genug. Viele Stadtwerke haben den Bau solcher Anlagen geplant – aber auch viele Bürgergenossenschaften. Auch die Mittelbadische Energiegenossenschaft hat bereits 2008 gemeinsam mit dem SWR in Baden-Baden eine BHKW Anlage mit 480 PS in Betrieb genommen. Die Anlage liefert 200 kW Elektrische Leistung und 230 kW Thermische Leistung und verbraucht dabei heimische 50 l Rapsöl pro Stunde.
UNABHÄNGIG
Wir wollen, dass Deutschland die großen Chancen der erneuerbaren Energien nutzt, denn diese machen uns unabhängig von teuren Importen von Uran, Kohle, Öl und Gas. Nur dafür fließen 80 Mrd. Euro jedes Jahr ins Ausland ab - mit steigender Kostentendenz. Auch durch das Ziel vieler kleiner Stromproduzenten und Anbieter könnten wir uns unabhängig von den großen Monopolkonzernen machen und den ständig steigenden Strompreisen.
MADE IN GERMANY / AUFSCHWUNG FÜR DAS HANDWERK
Erneuerbare Energien dagegen sind heimische Energien. Die Herstellung und Installation von Anlagen zur Ernte der Energie aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse bedeutet Wertschöpfung und Arbeitsplätze in den mittelständischen Betrieben. Industrie und Handwerk profitieren in gleicher Weise. Mit der Verlängerung der Laufzeiten für die Atomkraftwerke werden diese Chancen verspielt.
ALLES HAT EIN ENDE
Und je länger Atomkraftwerke laufen, desto höher sind das Sicherheitsrisiko und die Menge an hochradioaktiven Abfällen, für die es weltweit und nicht nur in Deutschland kein einziges sicheres Endlager gibt.
Die Petition befindet sich aktuell in der Prüfung und die MEG muss zunächst einmal abwarten bis der Petitionsausschuss über die weitere Verfahrensart entschieden hat.
„Unsere Petition haben so viele Menschen unterstützt – da kann die Politik nicht einfach wegschauen. Vielleicht fahren wir ja nach Berlin und können die Petition dort einmal persönlich vorstellen.“















