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Psychische Erkrankungen bei Männern häufig unerkannt und unbehandelt

28.10.201012:03 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Erster Deutscher Männergesundheitsbericht veröffentlicht
Präventionsangebote und medizinische Versorgung – insbesondere bei psychischen Erkrankungen – müssen besser an den unterschiedlichen Bedürfnissen von Männern und Frauen ausgerichtet sein. Das ist ein Ergebnis des Ersten Deutschen Männergesundheitsberichts.



Herausgegeben wird der Bericht von der Stiftung Männergesundheit und der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit e.V. mit Unterstützung der DKV Deutsche Krankenversicherung AG. Der Bericht stellt die gesundheitliche Lage, die Gesundheitsversorgung und das Gesundheitsverhalten der Männer in Deutschland dar. Außerdem zeigt er Defizite der Gesundheitsförderung und der medizinischen Versorgung auf, gibt Handlungsempfehlungen und liefert Impulse für weitergehende Forschungen. Ein hochrangiges Autorenteam um die Herausgeber Professor Doris Bardehle und Dr. Matthias Stiehler (darunter der Medizinhistoriker Professor Martin Dinges, der Medizinsoziologe Professor Johannes Siegrist, die Ärzte Professor Frank Sommer und Professor Theodor Klotz sowie die Polizeipsychologin Professor Birgitta Sticher) beleuchtet in dem Bericht die einzelnen Aspekte der Männergesundheit aus unterschiedlichen Sichtweisen.

Arbeitsauftrag an die Politik

Der Männergesundheitsbericht stellt fest, dass Männer das weitgehend vernachlässigte Geschlecht sind: Allzu lange waren Wissenschaft, Politik und Krankenkassen zögerlich, männliche Gesundheitsprobleme zu akzeptieren und zielgerichtet zu beheben. So fehlte bisher auch ein Männergesundheitsbericht, während ein Frauengesundheitsbericht bereits seit 2001 vorliegt. Mit dem jetzigen Pilotbericht ist damit zugleich der Auftrag an die Politik verbunden, einen offiziellen staatlichen Männergesundheitsbericht auszuarbeiten.

Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder verwies bei der Vorstellung des Berichts darauf, dass die Bundesregierung erstmals ausdrücklich eine Jungen- und Männerpolitik betreibt: „Moderne Familienpolitik funktioniert nicht ohne die Männer. Wir wissen, dass inzwischen nicht Mädchen, sondern Jungen als Problemkinder erscheinen. Das liegt unter anderem daran, dass es in Kindergärten und Schulen kaum männliche Erzieher und Lehrer gibt, die Rollenvorbilder sein können. Die Aufgabe von Politik muss sein, faire Chancen für Jungen und Mädchen zu schaffen. Wir wollen deshalb mehr Jungen und Männer für zukunftsträchtige Erziehungs-, Sozial- und Gesundheitsberufe gewinnen. Deshalb starten wir zum Beispiel im nächsten Jahr den bundesweiten Boy’s Day. Durch diese Jungenförderung können wir dann auch auf falsche Männlichkeitsvorstellungen eine Antwort finden.“

Gesellschaftliche Sicht auf Männer muss sich ändern

„Hier wird der Männergesundheitsbericht den gesundheitlichen Belangen der Männer nicht nur zu medizinischer, sondern vor allem zu gesellschaftlicher Aufmerksamkeit verhelfen“, hofft Professor Doris Bardehle von der Stiftung Männergesundheit. Mitherausgeber Dr. Matthias Stiehler von der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit e.V. verweist auf die Ergebnisse des Berichts, die im öffentlichen Bewusstsein als männerspezifisches Problem kaum wahrgenommen werden: „Es wird deutlich, dass Männer keine Gesundheitsidioten sind, als die sie immer wieder dargestellt werden. Es ist vielmehr die gesellschaftliche Sicht auf Männer, die sich ändern muss, und daran müssen die Männer natürlich selbst mitarbeiten.“

Der Erste Deutsche Männergesundheitsbericht richtet sich vorrangig an Medizin, Wissenschaft, Politik und Krankenkassen. Das etwa 200-seitige Buch ist im Zuckschwerdt-Verlag erschienen und kann für 29,95 Euro (zzgl. 3,95 Euro Versand/Porto) im Internet unter www.maennergesundheitsbericht.de bestellt werden.

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