(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Nach den Verlusten gestern erholten sich die Rohölpreise heute, erreichten jedoch nicht das sehr hohe Niveau vom Mittwoch. Für Optimismus an den Börsen sorgten die guten deutschen Konjunkturdaten und die Verknappung des Angebotes durch den Frankreich-Streik. Der Heizölpreis hierzulande orientierte sich jedoch an der gestrigen Entwicklung, sank leicht um 20 Cent und kostet damit etwa wieder so viel wie zu Wochenbeginn.
Im Gegensatz zu den restlichen Tagen der Woche zeigten sich die Preise heute kaum bewegt. Nach den gestrigen Verlusten sorgten vor allem widersprüchliche Wirtschaftsdaten für ein ausgeglichenes Verhalten bei den Anlegern.
Zu den preistreibenden Einflüssen gehören der Streik in Frankreich mit einer gezielten Blockade von Raffinerien und Öllagern, was bei unseren Nachbarn zu einer merklichen Verknappung führt, sowie sehr gute Konjunkturdaten in Deutschland. Auch aus den USA sind optimistischer Töne als in den letzten Wochen zu vernehmen. Zwar kann man noch nicht von einer Konsolidierung des dortigen Arbeitsmarktes sprechen, immerhin gingen dort aber die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe leicht zurück. Anleger deuten dies als einen ersten Silberstreif am bisher trüben Konjunktur-Horizont.
Preisdrückend hingegen wirkt die dortige Überversorgung der Marktlage, was auch mit einem Anstieg der Reserven in dieser Woche wieder bestätigt wurde. Zudem wird das Geld in China beim zweitgrößten Ölverbraucher der Welt, teurer, was die dortige Nachfrage beeinträchtigen dürfte. So orientierten sich die Ölpreise lieber an den Finanzmärkten. Und da es bei denen heute außerordentlich ruhig zuging, bewegten sich auch die Rohölpreise nur leicht nach oben.
Heizölverbraucher hierzulande konnten sich indes zum Wochenende über leicht gesunkene Bezugskosten freuen, die den gestrigen deutlichen Verlusten an den Warenterminbörsen geschuldet waren. Nach der täglichen Erhebung von BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau sank der Preis für die 100-Liter-Partie Heizöl EL (bei einer Gesamtmenge von 3.000 Litern) um 20 Cent auf nunmehr 67,32 Euro. Heizöl kostete damit trotz der Turbulenzen an den Rohölbörsen in den vergangenen 5 Tagen etwa wieder so viel wie zu Wochenbeginn, als es bei 67,36 Euro notierte. Das berichtet das Onlineportal des Fachmagazins BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau auf seiner Website www.brennstoffspiegel.de.
Die Entwicklung der einheimischen Heizöl-Endverbraucherpreise im Bundesdurchschnitt und in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal www.brennstoffspiegel.de in der Rubrik Marktdaten. Regionale Abweichungen sind marktbedingt jederzeit möglich.












