(openPR) Oppenheim/Rhein (mxp) - Das Ozonloch - 1974 den beiden US-Wissenschaftlern Molina und Rowland erstmals aufgefallen und 1985 durch Britische Forscher an der Station Halley Bay in der Antarktis belegt, wird nun auch immer mehr ein Thema für die zunächst verschont geglaubte Nordhalbkugel.
Am Anfang wird eine 40-prozentige Abnahme in den Jahren 1977 bis 1984 über der Antarktis gemessen. In der Folgezeit wird das Gebiet, über dem die stratosphärische Ozonschicht - am stärksten im Spätwinter und im Frühjahr - ausgedünnt ist, immer größer und durchlässiger für die UV-Strahlung. Die Ozonschicht liegt in einer Höhe zwischen 20 und 50 Kilometer. Über dem Erdboden unter den von uns gewohnten sehr viel höheren Druckverhältnissen wäre diese Schicht kaum 3 Millimeter dick. Ihre Aufgabe ist die Aufnahme eines großen Teils der von der Sonne stammenden UV-Strahlung. Daher steigen in diesem Bereich die Temperaturen auch stark an - von fast minus 60 Grad bis nahe 0 Grad in 50 Kilometer Höhe.
Seit 1987 gibt es Anzeichen dafür, dass auch über der nördlichen Arktis die Ozonschicht dünner wird und im Februar 1996 wird bereits eine Abnahme um 37% über der nördlichen Polarzone registriert. Mittlerweile dehnt sich die Zone verminderter Ozonkonzentration immer weiter nach Süden aus - in diesem Jahr macht sie sich auch bei uns bereits bemerkbar.
Wegen der Langlebigkeit der FCKW-Verbindungen in der Stratosphäre wird das seit 1996 geltende Verbot zur Herstellung vollhalogenierter FCKWs und die für 2010 geplante Aufgabe der Produktion teilhalogenierter FCKWS aber erst mit 20 bis 30 Jahren Verzögerung greifen.
Bis dahin müssen wir mit einer weiteren Ausdünnung des Ozons und so mit immer mehr schädlichen und aggressiven UV-Strahlen rechnen. Ein vermehrtes Auftreten von Hautkrebs wird die Folge sein.
Daher kann die Konsequenz nur sein, vermehrt auf ausreichenden Sonnenschutz zu achten - in Form von ausreichender Hautbedeckung mit Kleidung und Sonnencremes mit höherem Lichtschutzfaktor - und die Aufenthaltsdauer beim Sonnenbaden sukzessiv zu reduzieren.
Autor Udo Baum, Meteorologe von "Der Wetterbote" (http://www.wetterbote.de) wünscht Ihnen trotzdem ein gesundes und nicht zu langes - damit sonnenbrandfreies - Sonnenbaden in diesem Sommer.
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