(openPR) Gesagt ist nicht gehört. Gehört ist nicht verstanden. Verstanden ist nicht einverstanden. Das sind Worte von Konrad Lorenz, deren Richtigkeit tagtäglich, milliardenfach bewiesen wird.
Es gibt auch Bücher, welche für die Erklärung von drei Worten dreihundert Seiten aufwenden und den Großteil der Leser mit Verwirrung zurücklassen.
Und, wenn man beispielsweise die Rede- und Gegenredeschlachten im parlamentarischen Selbstdarstellungstheater und in der landauf, landab gängigen politischen Diskussion verfolgt, dann kommt es gar nicht erst zum Hören. Die Schallwellen der einen reichen in der Regel gerade für einen geraden Weg von einem Ohr zum anderen – bei einem rein, beim anderen raus, ohne die Mühen über das Gehirn einzuschlagen.
„In keiner Sprache kann man sich so schwer verständigen, wie in der Sprache“ sagte Karl Kraus und „Der Unterschied zwischen dem richtigen und einem beinahe richtigen Wort ist derselbe, wie der zwischen dem Blitz und einem Glühwürmchen“ ist eine Aussage von Mark Twain.
Und zu diesen Dilemmas kommen noch Eitelkeiten, Egoismus, Machtgelüste, Überdentischziehungen u. s. w. u. s. f.
Was soll dabei herauskommen? So werden selbst Positionen, welche sich objektiv kaum unterscheiden zu grausamen Streitthemen und verkommen zur rein rhetorischen Akrobatik.
Diese Form der Problemlösung mag seine Berechtigung gehabt haben. Aber sie ist untauglich zur Lösung komplexer Aufgaben, mit denen die Menschheit heute konfrontiert ist. Komplexe Fragestellungen lassen sich mit dem Zuwerfen von Lärm nicht lösen.
Dabei gibt es sie, die – millionenfach erprobten – Methoden und Visualisierungstechniken um die Aufgaben und Probleme besprechbar zu machen und damit zu den Ursachen und in der Folge zu den Lösungen komplexer Aufgaben zu kommen. Und es gibt auch die Erkenntnisse zur erfolgreichen Problemlösung in gruppendynamischen Prozessen.
Wie einfach logisch könnte es sein: zuerst eine objektive Sicht auf Vergangenheit und Gegenwart auf der Grundlage von Daten und Fakten, deren Quellen und Signifikanz bekannt und unbestritten sind. Dann die Ziele für die Zukunft und eine professionelle Analyse über die Differenz zwischen dem Ist und dem Ziel. Und auf dieser Grundlage die Suche der geeigneten Maßnahmen und die laufende Kontrolle und eventuell Korrektur um die Ziele zu erreichen.
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