(openPR) Wenn sie den Nachrichten der kommenden Monate nicht den Überraschungs- und/oder Unterhaltungswert rauben wollen, dann sollten sie die folgenden Zeilen meiden.
Denn, auch 2012 wird die Frage, ob überhaupt und wenn schon, dann wann und wie ernsthaft das Ende des Hollodarozeitalters beginnen soll, die Tischgespräche aller Stämme bestimmen.
Eventuell werden sich besonders Mutige auch mit der Frage beschäftigen, wie die Berge an Zukunftsraub nicht nur nicht weiter wachsen, sondern abgetragen werden können.
Dann kommt die Zeit der großen Aufregungen - denn gerechterweise müssten sich ja die jeweils anderen bescheiden. Beispielsweise werden die Töchter in den Gewerkschaften und die FrauengewerkschafterInnen auf die Barrikaden klettern, wenn angedacht werden sollte, das Pensionsantrittsalter der Frauen bereits vor den kommenden Jahrzehnten an das der Männer anzugleichen.
Auch die sehr entscheidende Frage wo und wie niedergeschrieben werden muss, dass man wirklich ernsthaft der Meinung ist, dass man nicht ewig mehr ausgeben kann, als man hat, wird weiterhin die Kapazitäten der Denker, Redner und Schreiber beanspruchen.
Schön, dass dieses Thema oberste Priorität genießen wird – dank der Weisheit und Entschlusskraft der europäischen Elite. Schließlich haben die obersten Lenker in Europa, gemeinsam mit den führenden Kräften aus aller Welt nach einem Rausch an Gipfelbesteigungen diese Erkenntnis geboren.
Die Bedeutung dieser Genialität kann annähernd erahnt werden, wenn man sich der Millionen Meilen in Flugzeugen und Karossen, feinster Galadiners, Tonnen von Kaffee, Champagner und anderer Flüssigkeiten und den vielen Tausenden Stunden in geistiger Angespanntheit bewusst wird, welche sich die Strategen einverleiben mussten und abgerungen haben. Oft an Wochenenden und manchmal bis früh in den Morgen. Nicht zu vergessen, die vielen Organisatoren vor und hinter den Bühnen und die begleitenden Taschenträger.
Und das alles, damit es uns Bürgern gut geht - da muss verständlicherweise die Kraft fehlen, um anderes zu tun.
Aber wir dürfen von dieser bahnbrechenden Findung der Defizitsperre weiter zehren. Tausende Seiten bedrucktes Papier und Hunderte Stunden vor den Bildschirmen und Radios werden uns auch künftig mit allen Details versorgen. Italien, Spanien, Frankreich und dann auch wieder Griechenland und alle weiteren Kandidaten werden in abwechselndem Rhythmus unsere Aufmerksamkeit fordern.
Und jeder neue Versuch eines Landes die Lasten mit neuen Verbindlichkeiten auszugleichen wird auch weiterhin vielen im rundherum angenehme Arbeitsplätze sichern. Schon in Italien wird sich dieser Ritus mehrmals im kommenden und in den folgenden Jahren wiederholen.
Und es wird kein Tag vergehen, an dem sich nicht die Diskussionen erhitzen werden, warum wer nicht, oder wenn schon, dann zu welchem Preis, bereit ist, jemanden sein Geld zu leihen.
Für ein gutes Jahr 2012: Besser tun - ISBN: 978-3-8391-8020-4













